100 Flüchtlinge kommen in alter Hauptschule von Derne unter
09.09.2012 | 15:56 Uhr 2012-09-09T15:56:00+0200
Dortmund. Neue Bleibe für Flüchtilinge: Die Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney ist überfüllt — seit Sonntag wird auch die alte Hauptschule in Derne genutzt. Aber lässt das Gebäude wirklich eine menschenwürdige Unterbringung zu?
Seit Sonntagnachmittag (9. September 2012) ist die ehemalige Hauptschule Derne ein weiteres Domizil für Flüchtlinge und Asyl suchende in Dortmund. Rund 100 Menschen sind von der überfüllten Einrichtung in Hacheney in die Immobilie an der Altenderner Straße umgezogen. Betreiber ist auch hier das Unternehmen European Homecare, das vor Ort für die entsprechende Betreuung und Logistik (Betten, Verpflegung) zuständig ist.
Die Stadt hat sich für die ehemaligen Schulimmobilie entschieden, da die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Hacheney überfüllt ist. Der Zustrom aus Krisen- und Kriegsgebieten lassen die Hacheneyer Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenzen (300 Plätze, 50 Reserveplätze) stoßen. Die Stadt und Dezernent Wilhelm Steitz sahen sich zum Handeln gezwungen.
In den letzten Tagen wurde das alte Schulgebäude in einem Parforceritt von Handwerkern für diese Zwecke hergerichtet. Nach Auskunft der Stadt lassen die Räumlichkeiten in Derne zu, dort rund 250 Menschen unterzubringen. Davon hat sich auch der Derner Ratsvertreter Bruno Schreurs (SPD) überzeugt. „Ich war am Samstag dort. Die Schule ist wirklich gut hergerichtet“, beschreibt Schreurs seine Eindrücke. Es sei zwar eine „Hau-Ruck-Aktion“, das Ergebnis könne sich dennoch sehen lassen.
Werden Flüchtlinge in Dortmund-Derne menschenwürdig untergebracht?
Hier hat die Scharnhorster SPD-Bundestagskandidatin Heike Gottwald allerdings starke Bedenken. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht werden können.“ In wenigen Tagen Küchen und Duschen installieren? Gottwald winkt ab. Und: „Das Gebäude ist nicht sonderlich gut gepflegt.“ Im Winter habe es einen Wasserrohrbruch geben. „Was ist, wenn das wieder passiert?“
Heike Gottwald befürchtet zudem, dass rechtsgerichtete Kräfte die Einrichtung für ihre politischen Zwecke missbrauchen könnten. „Einen Naziaufmarsch brauchen wir hier aber nicht“, betont die SPD-Politikerin.
Die Hauptschule in Derne sei eine Notlösung für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asyl suchenden und nur vorübergehend - das betonen neben der Stadt Dortmund auch die Politik. Beide sehen für eine dauerhafte Lösung das Land NRW in der Pflicht.
20:51
Liebe Frau Gottwald
es ist in meinen Augen schon etwas befremdlich das Sie sich so viele Sorgen machten über die Menschenunwürdige Unterbringen für höchstens 2-3 Tagen von Flüchtigen .
Und ausser Acht lassen das dort noch bis vor einem Jahr Kinder unterrichtet wurden .
Da sah es doch nicht viel anders aus als Heute oder ?
Das ist eine Notlösung !!
Alternativ könnten Sie doch ihr Haus oder ihre Wohnung bereit stellen.
in diesm Sinne
15:59
Gibt es dieses arrogant-egozentrische "Weltbild" des Dortmunders, der höchstens für den Ballermann-Urlaub mal die Stadtgrenze überschreitet, eigentlich irgendwo billig zu kaufen??
Die Gewalttaten, denen Flüchtlinge unterschiedlichster, unterdrückter Volksgruppen *immer noch* in Ex-Kriegs- und Krisengebieten ausgesetzt sind und die Sie deshalb nicht kennen, weil die BLÖD sowas nicht mehr als Titel bringt, wünscht Ihnen Niemand für den eigenen Leib.
Man sollte Ihnen allerdings wünschen, dass Sie zwischen Flüchtlingen aus Noch-Nicht-EU-Ländern und normalen EU-Bürgern, die das Arbeitsrecht nutzen, unterscheiden können, auch wenn Sie anscheinend Menschen nur in "Mit Kopftuch" und "Nicht mit Kopftuch" einteilen.
23:02
Was für Kriege sollen in Ländern wie z.B. Kosovo, Mazedonien, Bosnien, Serbien u.a. herrschen? Die meisten der jetzigen Flüchtlinge sind Roma! Die paar wenigen Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan werden nur dafür genutzt sich rauszureden und den Bürgern ein X vor dem U vorzumachen! Bei aller Kritik. Schönfärberei hilft auch nicht weiter, sondern klare Kante!
Es ist schon komisch, dass auf der einen Seite grosse Schritte Richtung Eu genommen werden und auf der anderen Seite die Bevoelkerung Asyl beantragt.
Das Verfahren muss beschleunigt werden, sonst sinkt die Akzeptanz fuer Menschen, die fuer einen bestimmten Zeitraum Schutz benoetigen.