1. Deutscher Kirchentag für Mensch und Tier
11.06.2010 | 16:46 Uhr 2010-06-11T16:46:00+0200
Dortmund.„Keiner hätte im Traum daran gedacht, welche Dimension das alles annimmt“, freut sich Alt-OB Günter Samtlebe auf den 1. Deutschen Kirchentag für Mensch und Tier, der vom 27. bis 29. August in Dortmund stattfindet. Wie der 84-jährige Samtlebe, der den Kirchentag aus vollster Überzeugung unterstützt, betonte, „ist das gut für den Tierschutz, aber auch für unsere Stadt.“
Pfarrer Friedrich Laker erklärte, dass die Paulusgemeinde in der Vergangenheit schon mit ungewöhnlichen Konzerten oder großen Kirchennächten neue Weg beschritten habe. Und dazu passe der 1. Deutsche Kirchentag für Mensch und Tier. „Ein Ereignis“, so Laker, „das bundesweit auf großes Interesse stoßen wird.“
Der Kirchentag werde all das bieten, was auch die großen Kirchentage bieten - vom Markt der Möglichkeiten über Konzerten bis hin zu Diskussionen und Workshop, das an zwölf verschiedenen Veranstaltungsorten im Dortmunder Norden. Neben dem Depot wird der Fredenbaum den größten Veranstaltungsort darstellen. Hier sollen u.a. Auftakt- und Abschlussveranstaltung sowie an jedem Tag große Konzerte stattfinden.
Zentrales Thema Massentierhaltung
Ein zentrales Thema der dreitägigen Veranstaltung, die ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern gestemmt wird, ist die Massentierhaltung. „Ein Thema, das weder von der Kirche noch von der Politik bislang aufgegriffen worden ist“, so Laker. Die Forderung: Massentierhaltung Schritt für Schritt abzubauen.
„Wir bekommen mittlerweile Anfrage aus ganz Europa“, berichtet Britta Freitag von der Kirchentagsleitung. Selbst aus Pakistan gebe es drei Anmeldungen. Unterstützung erhalten die Macher auch von prominenten Tierschützern, darunter Nina Ruge, Ines Krüger, Markus Grimm oder auch Prinzessin Maja von Hohenzollern. Bei einer Podiumsdiskussion am Sonntag wird sogar Politprominenz aus Berlin erwartet.
Zuschauerprognose bis zu 20.000 Besucher
Wie viele Besucher die Veranstalter erwarten, konnten sie nicht genau beziffern. „Als wir mit den Planungen angefangen haben, hatten wir an etwa 1000 Besucher gedacht“, so Britta Freitag. Mittlerweile gehe man aufgrund der europaweiten Anfragen davon aus, dass wohl 10.000 oder 20.000 Besucher nach Dortmund kommen könnten.
Für die drei Konzerte, die im Fredenbaum unter freiem Himmel stattfinden, gibt es ein Ticket, das 20 Euro im Vorverkauf kostet, 25 Euro an der Abendkasse. Die Veranstalter hoffen auf Spenden, die auf das Konto Akut e.V., Postbank Frankfurt, BLZ 500 100 60, Konto 459 197 606 - Stichwort Kirchentag - eingezahlt werden können.
21:26
Die Kirche macht gar nichts. Das sind nur einige wenige in der Kirche, die immer noch glauben, sie könnten was verändern, aber sich am falschen Ort befinden. Denn die Kirche wird niemals Massentierhalter, Jäger, Metzger, Schlächter uswl. verärgern, denn die zahlen ihre Kirchensteuer. Höchstens ein kleines bisschen, nach dem Motto: Ein bisschen weniger Massentierhaltung und der Braten schmeckt gleich besser.
13:17
Das wird aber allerhöchste Zeit, daß sich beide Kirchen endlich demonstrativ für das Recht der Tiere einsetzen! Denn bis dato setzt sich die Kirche kaum bis überhaupt nicht für Tiere und gegen Tierqual ein!
17:16
Zentrales Thema Massentierhaltung -
Größer - schneller - billiger:
Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.