X-Factor-Gewinner David Pfeffer gibt Heimspiel in Dorsten
13.02.2012 | 17:24 Uhr 2012-02-13T17:24:00+0100
Dorsten. Bereits drei Stunden vor Konzertbeginn wärmten sich die ersten Fans vorm Jugendheim Treffpunkt Altstadt auf: Dort gaben der gebürtige Rhader und X-Factor-Gewinner David Pfeffer und seine Band Inpaticula ein grandioses „Heimspiel“ vor 450 Zuhörern. „Es ist nicht einfacher, vor der Familie zu spielen. Eher schwieriger", sagte Pfeffer.
„Wir mussten um viertel vor sieben die Türen öffnen, damit die Leute nicht ganz durchfrieren.“ Christian Joswig vom Treffpunkt Altstadt war gewappnet für den Besucheransturm beim Live-Konzert von X-Factor-Gewinner David Pfeffer. Schließlich waren alle 450 Karten für das Heimspiel des gebürtigen Rhaders am Sonntag Abend verkauft worden.
Doch hatte er nicht damit gerechnet, dass sich die Fans des umschwärmten Sängers so früh einfanden. Kurz nach vier standen die ersten Mädels vor den Toren des Jugendheims und mussten sich drei Stunden mit Glühwein warm halten. Nach dem Einlass postierten sich die Tapferen direkt vor der Bühne und verließen den erkämpften Platz nicht mehr.
Wäre auch nicht möglich gewesen. Zu Beginn des Konzertes war der Saal so voll, dass es kein Durchkommen gab.
David Pfeffer und seine Band Inpaticula erschienen nach einigen ungeduldigen „David, David“-Rufen und legten sogleich mit ihrem ehrlichen Rock-Sound los. Dass der Sänger mit seiner sensiblen Stimme den gerühmten „Wiedererkennungswert“ hat, ließ sich gleich an den „Ahs“ und „Ohs“ der Anwesenden ablesen. Der „Pfeffer-Style“ war von Anfang an zu hundert Prozent präsent. Seine Sympathie und seinen Humor stellte er ebenfalls schnell unter Beweis. Er grüßte Dorsten, seine Heimatstadt, und dankte den Anwesenden, dass sie ihm „trotz bester Tatort-Sendezeit“ ein ausverkauftes Haus beschert hatten. Polizist will er ja trotz Musikkarriere bleiben. Doch vorläufig gibt’s für ihn andere „Tatorte“.
David Pfeffer präsentierte am Sonntag Abend Lieder seines Albums „I Mind“. Und zu jedem Song, den er selbst geschrieben hat, gab es Anekdoten zur Entstehung. Frühe Disco-Besuche und tollpatschige Flirtversuche - „Zwei Bier und Deine Nummer bitte“ - ernteten Lacher und schufen eine familiäre Stimmung.
Bei den sentimentalen Melodien hielten sich anwesende Pärchen eng umschlungen oder die Mädchen lehnten sich verträumt an die starken Schultern ihrer Partner. Pfeffers Musik ist Musik der Emotionen, auch wenn es bei den rockigen Stücken durchaus zu erhobenen Händen und rhythmischem Hüpfen kam.
Nach gut zwei Stunden verabschiedete sich der Sänger unter lang anhaltendem Applaus mit einigen Zugaben von der Bühne. Doch auch nachdem „der Vorhang gefallen“ war, machte Pfeffer seinem Image als freundlicher, bodenständiger Junge von nebenan alle Ehre. Mit einer Himmelsgeduld gab er eine lange Autogrammstunde und ließ sich mit jedem Fan fotografieren.
Erst dann widmete er sich seinen Freunden und seiner Familie. Beim Heimspiel des in Rhade aufgewachsenen Künstlers waren diese in Dorsten zahlreich anwesend. David Pfeffer zeigte sich davon beeindruckt und so war sein Fazit bei diesem dritten Konzert seiner Debüt-Tournee auch: „Es ist nicht einfacher, vor der Familie zu spielen. Eher schwieriger.“
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