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Rahmenplan

„Vorhandene Strukturen vernetzen“

09.01.2012 | 16:23 Uhr
„Vorhandene Strukturen vernetzen“

Rhade.Verkehr kann man planen, einen Dorfkern gestalten. Wenn es in einer Bürgerversammlung der SPD (heute, 19 Uhr bei Pierick) und danach im Arbeitskreis für den Rhader Rahmenplan (tagt nichtöffentlich am Donnerstag) um das Soziale im Dorf geht, ist das Thema abstrakter und schwieriger zu fassen, weiß Dirk Hartwich. Aber angesichts des demografischen Wandels ist es umso bedeutender für die Zukunft des Ortsteils. Sozialdemokrat Hartwich: „Mit der Vernetzung der vorhandenen Strukturen könnten wir schon viel erreichen.“

Das Soziale ist das fünfte und vorletzte Kapitel der Vorarbeiten für den Rahmenplan („Wirtschaft“ folgt voraussichtlich im März oder April). Wie vor den bisherigen Runden des Arbeitskreises laden die Sozialdemokraten heute abend wieder zu einer Bürgerrunde ein, um Ideen zu sammeln und zu diskutieren, um schließlich ihre Rahmenplan-Abgeordneten Hans-Willi Niemeyer und Achim Schrecklein für die Sitzung am Donnerstag mit den Ergebnissen der Bürgerrunde zu „impfen“.

Wie bedeutend das Soziale für Rhade ist – Hartwich zitiert aus der Studie „Die Zukunft der Dörfer“ (von der Stiftung Schloss Ettersburg, Vorsitzender ist Klaus Töpfer). Danach verstärkt der demografische Wandel die Landflucht, verlieren Dörfer schneller an Einwohnern als Städte, gerät ihre Infrastruktur stärker unter Druck. Sichtbar schon heute in der Grundschule: 2006 wurde sie von 320 Kindern besucht, aktuell sind es 190, in vier Jahren werden es 140 sein.

In der Studie heißt es, Dörfer müssten „die Zukunft neu erfinden“. Hartwich: „Das zeigt, wie bedeutend der Rahmenplan für Rhade ist. Und der Umstieg wird nur gelingen, wenn die Bürger mitmachen.“

In diesem fünften Kapitel geht es vor allem um soziale Infrastruktur. Die SPD hat Vertreter eingeladen von Jugendheim, Sportvereinen, Schule, Kindergärten, Seniorenbeirat, Spielplatzpaten, Gemeindepartnerschaft Hamilie/Ghana und zur ärztlichen Versorgung. Jeder soll seinen Bereich kurz vorstellen. Hans-Willi Niemeyer: „Wir wollen die zu Wort kommen lassen, die in diesem Bereich arbeiten.“ Gemeinsam sollen dann Möglichkeiten entwickelt werden, diese durch den Rahmenplan zu stärken. So könnte das Familienzentrum im Kindergarten St. Urbanus um Seniorenarbeit erweitert werden, für die Schule über neue Kooperationen oder Lernformen nachgedacht werden.

Wenn auch das Kapitel Wirtschaft im Frühjahr behandelt wurde, geht es im Sommer ans Gesamtkonzept. Dieser Rahmenplan, sagt Dirk Hartwich, „ist eine Chance für Rhade. Und für ganz Dorsten als Modell.“

Ludger Böhne

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