Und wo bleibt der Bürger?
16.02.2010 | 11:34 Uhr 2010-02-16T11:34:52+0100
So wie alle Versorger schlägt RWE die Konzessionsabgabe an die Stadt Dorsten auf den Strompreis auf, ausgewiesen und nachzulesen in jeder privaten Strom-Jahresrechnung. Für normale Haushalte entspricht dieser Posten etwa einer Monatspauschale.
Ein Dorstener sprach einmal in der WAZ von einer „Sondersteuer”. Da ist was dran. Darum fehlt in der Leistungsbeschreibung für den Gutachter eine wesentliche Aufgabe: Zu prüfen, bei welcher Alternative der davongaloppierende Strompreis für die Bürger günstiger wird.
Und noch ein Problem fehlt: Die Versorgung mit Nachtstrom (bietet nur RWE) für Haushalte mit Elektroheizung. Davon gibt es nicht wenige in Dorsten und keineswegs nur im „Elektro-Stadtteil” Barkenberg.
Zwar ist mittlerweile jeder Haushalt frei, seinen Stromversorger im Wettbewerb zu wählen. Tatsächlich aber ist die Konzession für eine Stadt immer noch ein Beinahe-Monopol für den Versorger. Die Frage, wer Dorsten künftig (hauptsächlich) mit Strom versorgt, ist darum eine treuhänderische Entscheidung der Politiker für ihre Bürger. Denn wir zahlen letztlich über den Strompreis jeden Euro, der für die Stadtkasse dabei heraus springt.
Leider: Dass die Stadtverwaltung Dorsten für die Bewohner der Stadt Dorsten etwas herausschlagen will, ist aus dem Entwurf für einen Beratervertrag nicht herauszulesen.
Bericht: Berater soll Möglichkeiten prüfen
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