Und plötzlich gibt es zwei Interessenten
30.07.2010 | 16:51 Uhr 2010-07-30T16:51:00+0200
Dorsten.Erst will die Bude jahrelang keiner haben. Und dann sieht sich Investor Herbert Krämer aus Bergisch Gladbach überraschend einem Konkurrenten gegenüber:
Durch die Tochterfirma ITB Real Property pokerte am Freitag auch der niederländische Projektentwickler und Bauunternehmer Ten Brinke mit ums Lippetor.
Am Ende vergebens. ITB-Vertreter Jens Büker trieb Krämers Gebot zwar von 2,25 auf schließlich 2,55 Mio Euro hoch. Zu diesem Preis aber bekam Krämers neue Gesellschaft Galerie Lippe GmbH & Co KG schließlich das Objekt Vertreter der Baden-Württembergischen Landesbank (in der die Sachsen LB als Hauptgläubigerin des Lippetorcenters aufgegangen ist) beantragten noch im Gerichtssaal, Krämer den Zuschlag zu erteilen. Der Zuschlag ist das eine, der echte Preis eine andere. Den hatte Krämer lange vor der Versteigerung mit den Bankern ausgehandelt. Im WAZ-Gespräch (s.u.) erläuterte Krämer, wie es nun weiter geht.
Die Ten Brinke-Gruppe wusste zwar, dass Krämer mit der Bank schon vor der Versteigerung handelseinig war. „Aber wir wollten’s probieren“, sagte Büker der WAZ. Im Erfolgsfall hätte die Gruppe an der Stelle ebenfalls Einzelhandel realisiert, allerdings in geringerem Umfang.
Die Ten Brinke-Gruppe bleibe an dem Objekt weiter interessiert, falls Krämer doch noch aussteige. Büker: „Manche Flächen beobachten wir über Jahre.“
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