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Fracking

Tanz auf dem Vulkan

13.02.2012 | 13:37 Uhr

Dorsten.Es ist ein gefährlicher Cocktail, der da in den Boden gepumpt wird: 1 Million Liter Wasser, versetzt mit 10.000 Litern Chemikalien wie Diesel oder Benzol. Und dieses Gemisch landet nicht immer da, wo es hin soll, sondern bahnt sich seinen Weg auch mitunter ins Grundwasser, wie Fälle aus Niedersachsen oder auch in Amerika gezeigt haben.

„Fracking“, das Bohren nach Schiefergas im Gestein, ist heftigst umstritten. „Aber nicht überall sind die Gefahren dieser Methode wirklich bekannt“, weiß auch die hiesige SPD. Und „um die Bürger dafür zu sensibilisieren, was es wirklich damit auf sich hat“, laden sie Sozialdemokraten am Donnerstag, 16. Februar, um 19.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung in die Aula der Gesamtschule Wulfen.

Es wird keine Pro-und-Contra-Diskussion. „Auf die Einladung von Gasbohrern haben wir zunächst bewusst verzichtet“, betonen SPD-Chef Hans-Willi Niemeyer und Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann. „Ziel ist es erst einmal, die Öffentlichkeit über die Gefahren des Frackings aufzuklären und auch die Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene zum nachhaltigen Handeln aufzufordern. In einem zweiten Schritt könnten wir noch einmal mit den Gasbohrern nachlegen.“

So wird unter dem Motto „Tanz auf dem Vulkan - Das Spiel mit dem Feuer“ neben Vertretern von Stadt, Gelsenwasser und der Bürgerinitiative gegen Gasbohren auch die politische Garde der SPD (Frank Schwabe/MdB, Michael Gerdes/MdB, Michael Hübner/MdL) auf dem Podium sitzen.

Kurze Statements sollen sich mit Diskussionen und Filmbeiträgen abwechseln. So wird ein Blick auch auf das Nachbarland Niedersachsen geworfen, wo Fracking scheinbar weniger kritisch gehandhabt wird. Auch will die SPD klar machen, dass die Stadt allein keine Handhabe hat, sich gegen mögliches Fracking zu wehren. Niemeyer: „Deshalb sind auch unsere Vertreter in Land und Bund eingeladen. Dass sich Wesel-Gas momentan hier in Dorsten zurückzieht, heißt nicht, dass das Problem hier erledigt ist.“

Susanne Menzel

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