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Strom soll unter die Erde

08.04.2008 | 18:42 Uhr

RWE: Stärkere Leitung an höheren Masten im Raesfelder Norden geplant.Planungsausschuss dagegen: Stellungnahme geht an die Bezirksregierung Münster

Vier Bäume am Karpfenteich werden zur Sicherheit gefällt, teilte die Verwaltung dem Ausschuss mit. Foto: WAZ, Heeger

Raesfeld. Unter die Erde soll sie: die Stromleitung, die die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) hoch über Land an 53 Meter hohe Masten knüpfen möchten.

So wünscht es nicht nur die Raesfelder Bürgerinitiative "380 KV", die schon 600 Unterschriften gesammelt hat. So fordert es auch der Planungsausschuss der Gemeinde nach seiner Sitzung am Montag.

Die RWE wollen die bisherige 220-KV-Hochspannungsleitung, die am Rand der Wohnsiedlung Brink und am Gewerbegebiet Raesfeld-Nord verläuft und an Masten von 34 bis 40 Metern Höhe befestigt ist, durch eine stärkere Freileitung von 380 KV ersetzen. Die neuen, höheren Masten würden im Abstand von 350 bis 450 Metern gesetzt. Allesamt entlang einer Trasse, über die RWE bereits seit 1925 verfügen, und worauf auch Rechtsansprüche bestehen.

Wie das Energieunternehmen jetzt auf eine Anfrage der Gemeinde Raesfeld geantwortet hat, ist die überirdische Trassenführung "vier- bis zehnmal" günstiger als eine Erdleitung. Zudem sei man durch das Energiewirtschaftsgesetz zu wirtschaftlichem Bauen verpflichtet. Diese Auskünfte lassen wenig Spielraum für die Hoffnung, dass RWE der Anregung folgen könnte, auf die wartungsgünstigere Freileitung zu verzichten, die bis 2015/2020 errichtet werden soll.

Stand des Verfahrens ist: die Münsteraner Bezirksregierung sammelt derzeit Stellungnahmen der betroffenen Kommunen und Kreise. Neben Borken und Raesfeld ist auch der Kreis Wesel betroffen. Während dessen Bezirksregierung in Düsseldorf bereits beschlossen hat, kein prüfendes "Raumordnungsverfahren" in der Sache einzuleiten, steht diese Entscheidung in Münster noch aus.

Die Gemeinde Raesfeld jedenfalls leitet folgende Beschlüsse weiter: 1. Die Leitung soll als Erdleitung verlegt werden. 2. Auf jeden Fall sollte großer Abstand zur Ortslage gehalten werden. 3. Ein Raumordnungsverfahren sollte durchgeführt werden, 4. Politiker auf Landesebene sollten überlegen, ob sie nicht dem Beispiel Niedersachsens und Thüringens folgen, mehr Erdleitungen vorzuschreiben. ube

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