Still ruht der zugefrorene Wesel-Datteln-Kanal
14.02.2012 | 13:52 Uhr 2012-02-14T13:52:00+0100
Dorsten. Still ruht der See. Und: Still ruht momentan auch der Kanal. Von Schifffahrt weit und breit keine Spur. Statt der großen Pötte treiben derzeit nur die Eisschollen im Wasser. Und das wird wohl auch bis zum Ende der Woche noch so bleiben, vermutet Bernd Siegel, Schichtleiter an der Dorstener Schleuse.
„Die Wassertemperatur liegt aktuell mit zwei Grad im Plusbereich. Das Problem ist, dass es nachts aber wieder unter die 0-Grad-Grenze geht und es erneut friert. Ich bin aber angesichts der Wetter-Prognosen guter Hoffnung, dass es am Wochenende besser wird,“ sagt Bernd Siegel, Schichtleiter an der Dorstener Schleuse, über den zugefrorenen Wesel-Datteln-Kanal.
Noch allerdings sind auch die Schleusentore festgefroren: Das Obertor in der kleinen und das Untertor in der großen Kammer. Siegel: „Das bekommt man auch nicht so von heute auf morgen wieder hin.“ Daher müssen sich die Schiffer, die derzeit noch in Dorsten liegen, ein wenig gedulden. Bernd Siegel: „Die meisten waren allerdings vorgewarnt. Vier Schiffer liegen derzeit am Oberwasser.“
Doch selbst wenn die Schleusentoren wieder funktionieren würden, bei den Eisschollen auf dem Kanal würden die Kapitäne ohnehin mit der Fahrt noch zögern, da sie durch die treibenden Platten Schäden an ihren Schiffen befürchten. Im Unterwasser sind die Schollen zwar nur drei bis vier Zentimeter dick und auch schon recht matschig, im Oberwasser jedoch bringen sie es noch auf eine Stärke von sechs bis sieben Zentimeter. Und frieren nachts dann oft zu noch dickeren Brocken aneinander.
Der Eisbrecher, der sich in der letzten Woche regelmäßig durch das gefrorene Gewässer schob, hat inzwischen ebenfalls seinen Dienst zwangsweise einstellen müssen. Bernd Siegel klärt auf: „ Er hängt im Oberwasser bei Ahsen fest und kommt da nicht mehr weg, weil auch dort die Schleuse ihren Dienst einstellen musste.“
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