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Rettungswagen für Iwanowo

13.05.2008 | 18:14 Uhr

Raesfelder Privatinitiative startet ihre sechste Aktion für die russische Klinik, in der Tuberkulose-Patienten behandelt werden

Jetzt macht sich das rote Gefährt auf in Richtung Russland. Bestimmt ist der mit medizinischem Gerät gut ausgestattete Wagen fürs Krankenhaus von Iwanowo, für das sich seit längerem eine Raesfelder Privatinitiative einsetzt. Foto: WAZ, Ralph Heeger

Raesfeld. "Damit wird der Aktionsradius der Klinik erheblich erweitert", freut sich Harald Pawel. Adressat eines gebrauchten Krankenwagens ist Dr. Valerij Schapkin, der im russischen Iwanowo ein Krankenhaus für TBC-Kranke leitet.

Seit Jahren schon unterstützt ein kleiner privater Kreis, zu dem auch der Mediziner Dr. Bernd Elskamp und der frühere Ratsherr Hans-Dieter Wobbe gehören, die 200-Betten-Klinik, die sich um lungenkranke Menschen kümmert. Der Rettungswagen markiert jetzt die sechste Hilfsaktion für Iwanowo.

Viele Sachspenden wie Medikamente und medizinische Untersuchungsgeräte hat die Initiative mit Hilfe spenden-freudiger Raesfelder schon an Dr. Schapkin geschickt. "Wir machen alles ehrenamtlich, haben keinerlei Verwaltungskosten, als Dolmetscherin steht uns Xenia Kohl zur Seite", betont Harald Pawel. "Alles geht komplett an die Klinik."

Der Wagen, der mit Unterstützung des Kfz-Ingenieurs Schneemann mit Zollpapieren ausgestattet wird, stammt von der Werksfeuerwehr der Firma Infracor (früher Chemiepark Marl). Für die Vermittlung machte sich Michael Kruse stark, der dort arbeitet und gleichzeitig für die Freiwillige Feuerwehr Raesfeld aktiv ist.

Das Iwanowo-Krankenhaus kann den Daimler, Baujahr 1977, Laufleistung 62 700 km, 90 PS, gepflegter Zustand, gut gebrauchen. Am Freitag wurde er auf dem Gelände des Erler Autohauses Loker der Helfergruppe mit einer Schenkungsurkunde übergeben.

Später wird das Fahrzeug in Gelsenkirchen verladen und von dort aus per Tieflader nach Russland gebracht. Organisatorische Unterstützung gab's von der Borkener Litauen-Hilfe, die Erfahrung im Überwinden bürokratischer Hürden hat.

In Iwanowo kommt der von Spendern mit medizinischen Geräten ausgerüstete Wagen zum Einsatz als Ambulanzfahrzeug, in dem sogar Operationen möglich sind. Harald Pawel: "Er kann aber auch als mobile Apotheke genutzt werden." ube

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