Das aktuelle Wetter Dorsten 14°C
Dorsten

Optimale Betreuung

26.02.2008 | 15:38 Uhr
Optimale Betreuung

. . . soll der Zusammenschluss von drei sonderpädagogischen Förderschulen zu einem „Kompetenzzentrum” gewährleisten. Angebote zur Unterstützung gelten schon jetzt als hervorragend

Aus einem Guten etwas Besseres machen: Dieses Ziel haben sich die Förderschulen Von Ketteler, Korczak und Astrid Lindgren gesteckt. Sie wollen sich zum „Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung” zusammenschließen. Durch ein starkes Netzwerk und vorbeugende Betreuung soll der Wechsel von Kindern und Jugendlichen von Regel- auf „Sonderschulen” möglichst vermieden oder rückgängig gemacht, ansonsten die Betreuung optimal gestaltet werden. Als gut gilt die Dorstener „Förderlandschaft” schon jetzt. Fünf Schulen betreuen gezielt Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen an einer „normalen” Schule nicht mitkommen würden. Zwei Grundschulen (Antonius Holsterhausen und Wittenbrink Wulfen), Gesamtschule, Scholl-Hauptschule und Berufskolleg arbeiten integrativ. Gut sind die Verbindungen mit Regelschulen. Gut vernetzt sind auch die Partner außerhalb der Schule: Behörden und Polizei, Therapeuten, Beratungsstellen, Vereine und Verbände wie Kirchengemeinden und Kindergärten. „Für eine Stadt dieser Größe ist das im Kreis Recklinghausen ohne Vergleich”, sagt Margarethe Kannengießer, Leiterin der Von Ketteler-Schule und Sprecherin des „Kompetenz-Teams” für den Zusammenschluss der drei Förderschulen. Gemeinsam mit Luitgard Blömer (Astrid Lindgren-) und Werner Landmann (Korczak-Schule) hat sie ein Konzept entworfen für das neue Zentrum. „Wir kriegen das gemeinsam hin”, sagt Kannengießer selbstbewusst. 600 Kinder und Jugendliche aus den Jahrgängen 1 bis 10 besuchen derzeit die fünf Förderschulen in Dorsten, 100 weitere, die sonderpädagogischer Betreuung bedürfen, gehen auf eine der integrativen Schulen. Allerdings steige die Zahl an Schülern mit „erhöhtem Förderbedarf”. Durch rechtzeitiges Eingreifen könne oft verhindert werden, dass daraus Fälle für die Sonderpädagogik werden. Das neue „Kompetenzzentrum” will sich dafür stärker mit anderen Schulen verbinden, will eine bessere Erkennung von Kindern mit Förderbedarf, will Lehrer schulen und Eltern beraten, letztlich „Kindern ein Optimum an Förderung bieten”, so Kannengießer. Der für Förderschulen zuständige Schulrat Dieter Voss unterstützt den Dorstener Antrag auf Gründung eines Kompetenzzentrums „vorbehaltlos”, erklärte er nun im Schulausschuss der Stadt. Interessant sei, dass sich drei Schulen zusammentun und alle anderen einbinden wollen. „Ich erwarte vom Dorstener Modell einen unheimlich hohen Synergieeffekt”, so Voss. „Entweder benötigen Kinder rasch keine Förderung mehr – oder sie werden optimal betreut.” Einstimmig votierte der Ausschuss dafür, den Antrag der drei Schulen auf Gründung eines Kompetenzzentrums ans Schulministerium NRW zu schicken. „Dieser Antrag wird unter ganz vielen der bessere sein”, lobte Günther Fraund (Grüne). Ausschuss-Vorsitzender Gerd Elpers nach der Abstimmung zu den drei Schulleitern: „Sie sind so motiviert. Sie würden's wahrscheinlich auch machen, wenn die Politik nicht zugestimmt hätte.”

Ludger Böhne

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1828612/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schwung für Hervest
Bildgalerie
Erstes Werk enthüllt
Udo schiesst den Vogel ab
Bildgalerie
Hardt
Schützenfest in Deuten
Bildgalerie
Deuten
100 Jahre Feuerwehr Erle
Bildgalerie
Großer Zapfenstreich
Aus dem Ressort
RWE wird wohl Netzpartner
Stadtwerke
Alles deutet darauf hin, dass RWE nach Auslaufen des Konzessionsvertrags zur Stromversorgung der Stadt auch über das Jahr 2013 hinaus der Kooperationspartner in einer neuen Netzgesellschaft sein wird. Zweiter von drei noch im Wettbewerb verbliebenen Bewerbern im bisher nicht öffentlichen Verfahren...
Text
„Jetzt brauchen wir Unterstützung“
Nahversorgung Barkenberg
Engagierte Bürger wollen in der Ladenzeile Dimker Allee wieder ein Geschäft für die Nahversorgung etablieren. Das ist keine spinnerte Idee. Ein solcher Laden kann rentabel geführt werden, bestätigt nun eine erste Machbarkeitsstudie. Bedingung dabei: Die Barkenberger müssen mitmachen. Wie, das...
Text