Nur wer unverwechselbar ist, wird erfolgreich sein
20.01.2012 | 14:01 Uhr 2012-01-20T14:01:00+0100
Dorsten. Stephan Reken ist Chef des Dorstener Mensing-Hauses und stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft Altstadt. Seine Meinung: Wie der Handel sollte auch die Stadt sich um ein scharfes Profil bemühen.
Der demografische Wandel muss keine Bedrohung – er kann auch eine Chance sein. Es geht nicht um Masse, sondern um Qualität. Prinzipien, die bei uns im Handel gelten, sind da auch auf die Stadtplanung übertragbar.
Wir – als Geschäftsleute in den Läden wie auch als Planer in der Stadt – müssen das richtige haben für die Menschen, die da sind. Wir müssen immer schauen, welche Felder sind schon belegt und welche nicht. Wir müssen ständig an uns arbeiten und ‘ne Marke setzen. Mein Appell an alle: Besinnt Euch auf Eure Stärken – und macht die noch stärker.
Ja, die Bevölkerung schrumpft. Aber ich bin sicher, die Menschen werden in der Zukunft auch anders wohnen. Weniger Menschen in größeren Häusern und Wohnungen. Da gilt für die Stadtplanung – wie bei uns im Handel: Man muss andauernd analysieren und auf seine Kunden hören. Mit offenem Ohr wird man dann immer Potenziale finden, die entwickelt werden können.
Der Handel ist in Dorsten eine Stärke. Es gibt den Trend, dass sich Center wieder nah an den Innenstädten ansiedeln. Wir haben eine tolle Innenstadt mit einem tollen Wochenmarkt und bekommen die neue Lippegalerie, die mit ihren 12 000 Quadratmetern Verkaufsfläche genau die richtige Größe hat und keinen Verdrängungswettbewerb auslöst.
Und die guten Schulen sind eine Stärke der Stadt. Auch wenn das Ergebnis der Schulentwicklungsplanung sein wird, einige Standorte aufzugeben. Aber dann muss es möglich sein, die Einsparungen dadurch in verbleibende Schulen zu investieren. Damit sie noch besser werden. Denn nur wer unverwechselbar ist, wird auch erfolgreich sein.
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