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Neue Post für Barkenberg

03.11.2010 | 15:40 Uhr
Neue Post für Barkenberg
Foto: Ralph Heeger

Barkenberg. Seit Mittwoch ist auch die letzte „echte“ Post in Dorsten eine Filiale im Einzelhandel: Die Dienststelle in Barkenberg zieht vom einen ans andere Ende der Ladenzeile Wulfener Markt, hin zum Markt in das neu eröffnete Schreibwarengeschäft Palette.

Am ersten Tag herrscht bereits reger Betrieb. Postsprecher Rainer Ernzer schmunzelt. „Heute ist Schlüsselumtauschtag. Kunden mit Postfach können Schlüssel für die neue Schließanlage abholen. So voll dürfte seit vielen Jahren kein Laden im Wulfener Markt mehr gewesen sein.

Die Palette bietet bei verlängerten Öffnungszeiten (werktags 9-13 und 14.30-18, samstags 9-13 Uhr) das gesamte Paket an Postdienstleistungen, dazu Postbankgeschäfte, allerdings ohne Beratung und ohne Geldautomat.

Für die Inhaber Roswitha und Mirko Bernhardt ist es der zweite Laden mit der Kombination Post und Schreibwaren. Filialleiterin Petra Klinge ist aus dem Stammhaus am Harsewinkel in Hervest nach Barkenberg gewechselt, kennt das Postgeschäft von dort. Aneta Marx von der Wirtschaftsförderung Windor begrüßte den neuen Laden im Namen des Bürgermeisters. „Wir freuen uns, dass ein Postangebot in Barkenberg erhalten bleibt.“

Die Post hatte Familie Bernhardt angesprochen, ob sie nach der Hervester auch die Barkenberger Filiale übernehmen möchte. Am neuen Einkaufszentrum PEP ging’s nicht, weil die Post nur mit Einzelhändlern, nicht aber mit Handelsketten kooperiert.

Ob sie in Barkenberg einen zweiten Laden eröffnen, hätten sie ein Jahr überlegt, berichtet Mirko Bernhardt. „Unser Sortiment mit hochwertigen Schreibwaren und der Möglichkeit, Bücher zu bestellen, fehlte bisher in Barkenberg.“ Schwierig gestaltete sich die Suche nach einem Ladenlokal. „Den Wulfener Markt hatten wir eigentlich ausgeklammert.“ Die Fläche am Ausgang der Passage direkt zum Marktplatz und neben dem Eiscafé erwies sich schließlich doch als attraktiv.

Ob die neue Postfiliale einen Schimmer „Resthoffnung“ für die gammelnde Passage eröffne, wie Postsprecher Ernzer formuliert, sei dahingestellt. Wahrscheinlicher ist nämlich, dass die vernachlässigte Zeile weiter darbt. Sie gehört einem Fonds. Und Fonds, weiß Aneta Marx von Windor, „brauchen auch Abschreibungsobjekte.“

Ludger Böhne

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