Nasenbären auf der Flucht durch die Baumwipfel
11.08.2009 | 18:10 Uhr 2009-08-11T18:10:00+0200
Wulfen. Zwei Nasenbären sind seit Montagnachmittag in Wulfen auf der Flucht. Ihnen gelang der Ausbruch aus einem neuen Gehege. Für Passanten ein possierlicher Anblick - für Polizei und Feuerwehr der Beginn eines letztlich vergeblichen Einsatzes.
Spaziergänger entdeckten die Tiere am Montagnachmittag in einem Baumwipfel im kleinen Wäldchen in Wulfen. Schnell waren zahlreiche Anwohner unterwegs, die einen Blick auf das ungewöhnliche und eigentlich auf dem amerikanischen Kontinent lebende Tier zu werfen.
Neben den Schaulustigen gesellten sich am Abend auch Polizei und Feuerwehr dazu, während der ausgewachsene Nasenbär in ca. 20 Metern Höhe fröhlich von Ast und Ast hüpfte und sich die ganze Aufregung gelassen aus luftiger Höhe betrachtete.
Die Feuerwehr stellte ziemlich schnell fest, dass ein Einfangen des Tieres in den hohen Bäumen aussichtslos warund rückte wieder unverrichteter Dinge ab. Die Polizei sprach mit der Besitzerin der Tiere, die eine Genehmigung für deren Haltung hat, und erfuhr, dass neben dem zweijährigen Balou auch ein Weibchen von dem ca. 500 Meter entferntem Gelände ausgebüchst war.
Beide waren erst wenige Stunden zuvor aus einem neu gebauten Gehege entkommen und nutzen ihre Freiheit für eine Entdeckungsreise. Bis Dienstagmittag konnten sie auch nicht wieder eingefangen werden - trotz der mit Leckereien versehenen Fallen, die aufgestellt wurden.
03:47
Es werden dann irgendwann die bösen Jäger diesen Blödsinn mit der Büchse richten müssen. Dafür werden sie dann von diesen Tierfreunden, die wildfremde Arten aus Spaß oder Geltungssucht halten und irgendwann ins Biotop aussetzen, als Tiermörder beschimpft.
10:21
Die ersten Klimaflüchtlinge sind angekommen ;-)
Na dann ein herzliches WILLKOMMEN
Mal sehen wie sich das auf unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt auswirken wird, wenn die sich hier wohlfühlen.
07:44
Wie der Mensch sein Tier haben will, wird es produziert. In Zoogeschäften werden Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen hinter den Ladenscheiben angeboten, wie in anderen Geschäften tote Gegenstände wie Staubsauger oder Kühlschränke. Für die Zoogeschäfts-Betreiber ist das Tier ein rein materieller Gegenstand, nur der Profit zählt. Die Bedürfnisse der Tiere spielen keine Rolle. Damit die Menschen mit ihrer vermeintlichen Tierliebe unsere Mitgeschöpfe in ihre Wohnzimmer oder Käfige sperren können, treibt die gigantische Heimtierbranche den Markt an. Jährlich macht sie Umsätze von 2 - 3 Mrd. Euro. Davon entfallen etwa 180 Mill. Euro auf den Kauf neuer Tiere. In heimischen Wohnzimmern leiden aber nicht nur Hunde, Katzen und Nager, sondern mehr und mehr auch exotische Tiere. Die Gier nach dem besonderen Haustier macht auch vor Schlangen, Echsen, Spinnen, Schildkröten, Krokodilen, Raubkatzen und Wüstenfüchsen nicht halt.
07:28
Wollen wir das Beste hoffen. Veilleicht kann die Besitzerin die Nasenbären ja doch noch einfangen. Oder die Tierrettung ...
15:17
Wie undankbar, ein Neubau und abhauen! Aber verstehen kann man das schon, die Freiheit lockt halt immer. Ob sie sich auch im Winter erhalten könnten?