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Mit neuen Ideen die Jugend für Kirche begeistern

06.08.2009 | 04:00 Uhr
Mit neuen Ideen die Jugend für Kirche begeistern

Dorsten. Stefan Biesterfeldt widmet sich seit einigen Monaten als Pastoralreferent der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde St. Agatha. Demnächst wird sein erstes Wort "Zum Sonntag" in der WAZ veröffentlicht.

„Nimmt man seine Nachbarn wahr? Wie ist der Umgang mit ihnen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Stefan Biesterfeldt in seinem ersten Wort „Zum Sonntag” am kommenden Samstag in der WAZ.

Der Anlass, gerade dieses Thema zu wählen? „Ich bin ja auch neu als Bürger in Dorsten. Das eigene Erleben war einer der Beweggründe”, sagt der 38-jährige Pastoralreferent von St. Agatha, der im Januar diesen Jahres nach Dorsten kam – aus der rheinland-pfälzischen Domstadt Speyer.

Umzug aus familiären Gründen

„Aus familiären Gründen fand der Umzug statt”, erzählt der Diplom-Theologe, der sich in seiner früheren Heimat schon in Schulen und in der Jugendarbeit engagiert hat. Zwei Aufgabengebiete, denen er sich auch in der fusionierten Vierergemeinde aus St. Agatha, St. Johannes, St. Nikolaus und Heilig Kreuz widmet.

Der Vater zweier Kinder, dessen Ehefrau eine Arbeitsstelle in Gelsenkirchen hat, wird für den Herbst zum ersten Mal die Kinderbibeltage in St. Agatha vorbereiten, um Zweit- bis Fünftklässlern die Deutung der Heiligen Schrift näherzubringen.

Kontaktstunde in der Grundschule

Der gebürtige Ludwigshafener gestaltet wöchentlich jeweils eine „Kontaktstunde” in den beiden vierten Klassen der St. Agatha-Grundschule. Biesterfeldt: „Das ist kein Religionsunterricht mit Benotung. Vielmehr geht es darum, Kinder am Gemeindeleben teilhaben zu lassen. Die Stunden sind anders konzipiert als Unterricht. Da geht es zum Beispiel um das Patronatsfest von St. Agatha oder das Kirchenjahr mit seinen Festen – wie das katholische Mariä Himmelfahrt, das jetzt am 15. August gefeiert wird. Oder wir beschäftigen uns mit dem stillen Gebet – als meditatives Element, um zur Ruhe zu kommen.”

Um Aktionsplanung geht es dagegen in der Messdienerarbeit, wobei der Pastoralreferent gemeinsam mit den Jugendlichen Ausflüge, Zeltlager oder Wallfahrten organisiert.

Wer war Jesus von Nazareth

Um die jungen Leute zu gewinnen, sind neue Ideen gefragt. Ebenso bei der Vorbereitung auf die Firmung. „Hier möchte ich ,Module' einführen. Die Jungen und Mädchen können selbst bestimmen, was spricht mich an. Das kann Klettern sein, aber auch die Vorbereitung eines gemeinsamen Essens oder ein Gespräch darüber, wer Jesus von Nazareth war.”

Stefan Biesterfeldt: „Ich bekam selbst von einem Pastoralreferenten ein positives Verhältnis zum Glauben, zu Kirche und Gemeinde vermittelt. Das möchte ich gern weitergeben.”

Ursel Beier

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