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Müllentsorgung

Mieter produzieren weniger Müll

30.08.2012 | 15:57 Uhr
Mieter produzieren weniger Müll

Barkenberg.   Als Erfolg werten die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und die Firma Innotec Abfall-Management die Einführung der Müllschleusen an den Barkenberger LEG-Wohnungen. Vor nunmehr gut zwei Jahren wurde das neue System installiert, das die Abfallgebühren nicht nur nach der Wohnungsgröße, sondern auch nach der Müllmenge berechnet.

Als Erfolg werten die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und die Firma Innotec Abfall-Management die Einführung der Müllschleusen an den Barkenberger LEG-Wohnungen. Vor nunmehr gut zwei Jahren wurde das neue System installiert, das die Abfallgebühren nicht nur nach der Wohnungsgröße, sondern auch nach der Müllmenge berechnet.

Es gibt aber auch andere Stimmen im Ortsteil. „Ich persönlich habe das Gefühl, dass seitdem mehr Dreck wild herumliegt“, sagt eine Anwohnerin, die seit über 20 Jahren in der Siedlung lebt. Auch ein anderer Bewohner vermutet, dass die LEG-Mieter einen Teil ihres Mülls einfach wild entsorgen, statt in die Müllschleusen zu werfen, um so Geld zu sparen.

Das glaubt Mischa Lenz nicht. „Wir haben positive Erfahrungen gemacht. Die Mieter sind zufrieden“, sagt der LEG-Pressereferent. Wilde Fremdentsorgung käme manchmal überall vor, in Barkenberg sei das natürlich auch der Fall. „Aber nicht öfter als an anderen Stellen.“

Lenz glaubt vielmehr, dass die Mieter durch das neue System umweltbewusster handelten als zuvor. „Sie nutzen viel mehr die Gelben Säcke oder lassen Verpackungen gleich sofort im Geschäft“, betont Mischa Lenz.

Gelbe Säcke werden mehr genutzt

Davon ist auch Dennis Volkmann überzeugt. Grundsätzlich hätten die Mieter durch das Müllschleusen-System „recht viel Geld eingespart“, so der Innotec-Niederlassungsleiter Bochum. Die Gesamtkosten seien für alle Mieter deutlich zurückgegangen. Von bis zu 50 Prozent ist die Rede. Davon müssen jedoch noch die Kosten für das private Unternehmen Innotec abgezogen werden.

„Wir sind jeden Tag mit einem oder zwei Mann vor Ort“, betont Dennis Volkmann. In turnusmäßigen Abständen würden auch die Boxenplätze gesäubert. Einzig die Situation mit den Gelben Säcken „ist auch für uns ein großes Ärgernis“, so Volkmann. Wegen der Säcke gebe es durchaus Probleme mit Ungeziefer. Die gäbe es mit Tonnen nicht, so der Innotec-Mitarbeiter.

Volkmann glaubt aber auch, dass vor allem das Umdenken der Bewohner Hauptgrund für den geringeren Müllanteil ist. Hier sei besonders das Sparen „ein höherer Anreiz“. Außerdem könnten Fremde die Müllcontainer durch das neue System mit einem elektronischen Schlüssel nicht mehr mit ihren Abfällen vollstopfen.

Durch die kleineren Klappen habe sich auch die Dichte des Mülls in den Containern verändert, so Volkmann. Früher seien große Säcke mit einem hohen Luftanteil hineingeworfen worden, da heute jeder Einwurf allerdings Geld koste, achteten die Nutzer darauf, den Platz nur mit Müll zu füllen. „Dadurch wird der Müll komprimiert.“

Müll wird komprimiert

Trotz aller Verbesserungen beim Sortieren an die Verhältnisse von Einfamilienhäusern reicht das reduzierte Müllaufkommen noch nicht. Volkmann: „Wir haben hier den Faktor zwei.“ Heißt: In solchen Mehrfamilienhäusern fällt doppelt so viel Müll an. Das gilt nicht nur für Barkenberg.

Rupert Joemann

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