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Wohnungslosenhilfe

Leistungsgesellschaft bereitet vielen Probleme

28.06.2011 | 14:52 Uhr

Dorsten. „Jeder Mensch braucht eine Wohnung“, diesen Titel trägt der Jahresbericht für 2010 der Dorstener Beratungsstelle für Menschen mit sozialen Schwierigkeiten/Wohnungslosenhilfe. Diese berät oder betreut Menschen, die von Wohnungsverlust bedroht, in unzumutbaren Wohnungsverhältnissen leben oder keine Wohnung haben.

Im Berichtszeitraum suchten 256 Personen die Einrichtung auf, Träger ist der Verband Evangelischer Kirchengemeinden Dorsten. Das sind 34 Personen mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie seit Bestehen der Stelle.

151 Personen kamen erstmals und 105 wiederholt in die Einrichtung an der Mühlenstraße in Holsterhausen. Die Beratung ist ein örtliches Angebot: 214 Ratsuchende kamen aus Dorsten, 42 stammen aus anderen Städten, Kreisen oder Bundesländern.

Der Anteil von 85 Frauen (33 Prozent aller Besucher) bedeutet eine weitere Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren; eine weitere höchste Fallzahl. Erstmals stellt die Personengruppe der 20- bis 27-Jährigen mit 56 Personen den größten Anteil. Mit den Unter-20-Jährigen bilden sie gemeinsam ein Drittel aller Personen.

Bei jenen, die erstmals die Beratungsstelle aufsuchten, standen Hilfen bei Wohnungssuche und -erhalt, Vermittlung zu anderen Fachdiensten oder stationären Einrichtungen im Vordergrund. Die persönliche Begleitung zu Ämtern, Einrichtungen und Gerichten wurde häufig erbeten.

Beim Erstbesuch lebten 175 Personen, 110 Männer und 65 Frauen, von ALG-II-Leistungen, waren somit zumindest an das soziale Versorgungssystem angebunden.

Der Blick nach vorn: Der Kreis von Menschen in sozialen Schwierigkeiten werde zunehmen. Und deutlich: Die Beratungsstelle erlebe „die vielfältigen Schwierigkeiten, sich mit Defiziten in dieser leistungsorientierten Gesellschaft zurecht zu finden.“

DerWesten



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