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Extraschicht in Dorsten

Kontrastprogramm zu WDR-Konzerten

22.05.2012 | 17:56 Uhr
Kontrastprogramm zu WDR-Konzerten
Künstler und Organisatoren der Extraschicht stellten an der Lohnhalle das Programm für den 30. Juni vor.Foto: André Elschenbroich / WAZ FotoPool

Dorsten.   Ein Straßenmusiker-Festival hatten die Macher des „Extraschicht“-Programms auf Fürst Leopold eigentlich geplant für den 30. Juni – ausgerechnet. Dann siegte Dorsten bei „WDR 2 für eine Stadt“ und alles war Makulatur. Nun gibt’s den doppelten Aufschlag auf der größten Baustelle der Stadt: Die WDR-Konzerte finden statt hinter dem historischen Zechenensemble, in Lohnhalle, Kaue & Co. rückt statt dessen von 18 bis 2 Uhr die „Extraschicht“ die Kunst in den Mittelpunkt. Die beiden Veranstaltungen dürften Dorsten den größten Besucheransturm der Stadtgeschichte bescheren.

Ein Straßenmusiker-Festival hatten die Macher des „Extraschicht“-Programms auf Fürst Leopold eigentlich geplant für den 30. Juni – ausgerechnet. Dann siegte Dorsten bei „WDR 2 für eine Stadt“ und alles war Makulatur. Nun gibt’s den doppelten Aufschlag auf der größten Baustelle der Stadt: Die WDR-Konzerte finden statt hinter dem historischen Zechenensemble, in Lohnhalle, Kaue & Co. rückt statt dessen von 18 bis 2 Uhr die „Extraschicht“ die Kunst in den Mittelpunkt. Die beiden Veranstaltungen dürften Dorsten den größten Besucheransturm der Stadtgeschichte bescheren.

Norbert Then, Stammgast und so etwas wie ein künstlerischer Leiter bei der vierten Leopold-Extraschicht ist der personifizierte Vorbote dessen, was sich künftig entwickeln soll in den Zechengebäuden. Then, der schon eingezogen ist im Trafogebäude für Stahlkunst-Atelier und seine „Traumfänger“-Galerie, kündigt ein Programm „in allen Farben und Kunstformen“ an, gestaltet von 60 Künstlern, unter anderem aus Maastricht, Enschede, Kassel und der Partnerstadt Crawley. Then selbst wird mit seiner „Feuersäge“ in der Dämmerung wieder für ein Live-Erlebnis sorgen. Geführte „SkulpTouren“ gibt es im Trafogebäude mit der Künstlerin Sarah Grothus.

Beim Aufbau des künftigen CreativQuartiers soll auch das Künstlerpaar Ilona und Piotr Sonnewend, noch zwei Stammgäste, ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Dem Kunst-Professor obliegt die Auswahl der Kreativen, die schon bald die Ateliers beziehen sollen in den Obergeschossen der Lohnhalle und gleichzeitig ihr Wissen in Seminaren weitergeben sollen. „Nicht Alter, sondern Qualität entscheiden“, beschreibt er seine Kriterien. „Piotr & Ilona Sonnewend & Friends“ nennen sie die Ausstellung mit eigenen und Werken von Schülern in der Lohnhalle.

Ihre Arbeiten zeigen außerdem die Künstlergruppe KIM (NRW), Matz & Co. sind junge Mitglieder der Akademie AKI aus Enschede, der Kasseler Jan Luke gestaltet mit Licht und Schatten.

Kontrastreich ist das übrige Programm: es reicht vom MGV 1948 Hervest, der auch „Dorsten-Song“ mit dem Bürgermeister zum Besten geben wird, bis zu Ralf Alte-Teigeler, der mit „Super Roo & Friends“ für australischen Digeridoo-Klänge sorgt. Ihre Videokunst zeigen Willi und Tim Tomczyk, der Marler George Rathmann bringt den Leopold-Platz zum Leuchten. Das ganzheitliche Erlebnis komplettieren Carina Simons mit Glückssträhnen und Traumtoren für die Wünsche der Gäste. Köstliche Pizza und Flammkuchen gibt’s aus Mentings Lehmofen, Entspannung verheißt der Sandstrand von „blende 79“ und „6000 Media“ hinter dem Torhaus. Mit „ein bisschen Bach“ will Norbert Then die Lohnhalle beschallen. Ob das geht gegen die Konzert-Konkurrenz? „Keine Ahnung“, sagt Then. „Wir können es ja nicht testen.“

Martin Ahlers



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