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Königlicher Besuch in Dorsten

27.12.2011 | 16:47 Uhr
Königlicher Besuch in Dorsten

Dorsten. Königlichen Besuch begrüßte Alfred Sartory gestern: König Kabiessi, Seine Exzellenz Hadj Sheriff Issa Nassirou Bouraima, der König von Benin, kam nur durch einen Zufall in die Lippestadt, aber die Stippvisite soll seiner Heimat in Westafrika nutzen.

Bei einem Geschäftsessen lernte Interpartner-Geschäftsführer Sartory den König kenne, der den Stamm der Jeruba führt, die vor allem aus Nigeria stammen. Zu diesem Volk gehören in Westafrika rund 120 Millionen Menschen, erklärte der König. Von den Stammesältesten gewählt, hat er ein repräsentatives, aber kein Staatsamt inne, denn Benin besitzt den Status einer demokratischem Republik. „Ich mache keine Politik, aber die Politik machte mich“, meinte der König gestern. Er hat die Patenschaft für eine Schule übernommen, die in der Hauptstadt Coutonou direkt neben seinem Palast steht. Dieser sei im Vergleich zu europäischen Gebäuden aber recht klein, versicherte König Kabiessi.

Diese Grundschule möchte Sartory unterstützen, indem eine feste Summe vom Verkauf neuer Naturholz-Design-Stücke nach Benin fließt. Für diese Möbel werden zum Beispiel ehemalige Gerüstbohlen genutzt, die früher am Kölner Dom Dienst taten.

„nAture’s“ (Nachhaltiges Salondesign) heißt diese neue Designlinie, die vorwiegend aus recyceltem Holz besteht. So kann das verwendete Material früher auch eine Schiffsplanke gewesen sein.

Zehn Klassen hat die Schule derzeit, mehrere hundert Kinder werden dort unterrichtet. Aber Hilfe ist dringend nötig: Der König möchte die Ausstattung und die räumliche Situation verbessern. Sartory ergänzt: „Als ich das erste Mal davon hörte, war ich sofort bereit zu helfen.“ Und sein könig licher afrikanischer Gast verweist darauf, wie wichtig ihm das Projekt sei. Bildung muss schließlich nachhaltig gefördert werden. Zur Relation: 75 Prozent der Gelder für die Schule sind aus privater Hand, der Staat leistete gerade mal das restliche Viertel, betonte gestern Raimund Enning, der die Lage vor Ort gut kennt. König Kabiessi freute sich auch über eine Spende der Bärenapotheke: Sie stiftete sechs Blutzuckermessgeräte.

Der König kennt Deutschland übrigens recht gut: Zwar hat er in Afrika studiert, aber auch viele Jahre in Stuttgart gelebt und gearbeitet.

Andreas Rentel

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2011-12-27 16:47
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