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Knabber gehört dazu

22.10.2008 | 12:36 Uhr
Knabber gehört dazu

Eichhörnchen-Gucken ist besser als Kino. Das possierliche Tierchen namens Knabber sammelt fleißig Walnüsse – zur Freude der kleinen Zuschauer.

Altendorf-Ulfkotte. Da haben die Kinder schon den richtigen Namen ausgesucht: Eichhörnchen „Knabber" macht sich Tag für Tag draußen über die leckeren Walnüsse her. Manche frisst es, andere versteckt es.

Info
Der Steckbrief

Kindergarten Heilig Kreuz

Name: Kindergarten Heilig Kreuz

Ortsteil: Altendorf-Ulfkotte

Träger: Katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz

Gruppen: 2

Kinder: 50

Mitarbeiter: 5, davon 4 Erzieherinnen, 1 Ergänzungskraft

Öffnungszeiten: 7.30 bis 16.30 Uhr

Telefon: 2 54 50

Gründungsjahr: 1966

Besondere Angebote: Zur Zeit werden sechs unter Dreijährige in den beiden Gruppen des Kindergartens mitbetreut. Projekte – je nach Interesse der Kinder. Einmal wöchentlich Turnen in der Sporthalle der benachbarten Kardinal-von-Galen-Schule.   

Das alles können die Kleinen vom Kindergarten Heilig Kreuz prima beobachten durch die großen Fenster ihrer Gruppenräume. Dass der Kindergarten in Altendorf-Ulfkotte liegt, hält niemanden vom Eichhörnchen-Gucken oder vom Spielen ab, obwohl es manchmal auch hier ganz schön rummst durch den Kohleabbau.

Nur noch zwei Gruppen

Der Kindergarten hat seit August nur noch zwei Gruppen, vorher waren es drei. Doch der Platz, der nun übrig ist, kann gut genutzt werden, denn seither werden auch unter Dreijährige betreut. Sechs zweijährige Kinder hat der Kindergarten aufgenommen.

„Sie sind in die anderen Gruppen einbezogen", erklärt Kindergartenleiterin Maria Fuest, „es erfordert schon einen höheren Aufwand, den ganz Kleinen, die teils noch gewickelt werden, wie den Größeren gleichermaßen gerecht zu werden."

Kinder bringen ihr Essen mit

Über-Mittag-Betreuung gibt es seit Jahren im Kindergarten Heilig Kreuz. „Die Kinder, für die jetzt 45 Stunden gebucht sind, bringen von zu Hause ihr Essen mit. Das ist zweckmäßig, weil wir auch einige muslimische Kinder haben. Für die warme Mittagsmahlzeit erhitzen wir die Speisen in der Mi-krowelle. Den ganzen Vormittag über bietet der Kindergarten Tee und Mineralwasser an", so Maria Fuest.

„Die Kinder dürfen ihre eigenen Trinkflaschen mitbringen, ebenso wie Joghurt, Obst, Gemüse, nur keine Süßigkeiten. Die gibt's für für alle Kinder nur bei Geburtstagen oder zur Geburt eines Geschwisterchens."

Kinder sollen sich wohlfühlen

„Unsere Konzeption ist die ganzheitliche Förderung der Kinder. In erster Linie sollen sie sich bei uns wohlfühlen. Wir beobachten sie gezielt, bauen darauf auf, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken."

Das ist offenbar gelungen. Als die Erzieherin das „Chaos" bemängelt in der Kuschelecke, entgegnet Katharina kess: „Das kann gar nicht sein."

Eltern wurden aktiv

Trotzdem gibt's ein bisschen Einsicht und Lukas (4) und Josefa (3) machen freiwillig Ordnung in den Bergen von Kleidern, Hüten und anderen tollen Sachen, die zum Verkleiden auf einem speziellen Ständer bereit stehen. Die Kuschelecke gehört zu einer imposanten Holzhütte mit Empore, die Opas und Väter von Kindergartenkindern 1997 nach Plänen des örtlichen Schreiners selbst gebaut haben.

Auch im zweiten Gruppenraum erfreut sich das geräumige Häuschen aus Kiefernholz großer Beliebtheit. Einer schaukelt oben in der Hängematte, die anderen gucken unten im Prinzessinnen-Look zum Fenster raus. Zum Reinkuscheln und Ruhen gibt's Kissen, Bänke und Matratzen in den niedrigen Zimmerchen der Kinderhäuser.

Viel Platz zum Tummeln

Für die gesunde körperliche Entwicklung, die auch geistige Fähigkeiten fördert, ist natürlich rundum gesorgt im Kindergarten Heilig Kreuz. Es gibt reichlich Gelegenheit, sich zu Tummeln. Klettern, Schaukeln, in der Weidenhütte hausen, all das geht im Außenbereich.

Drinnen lockt die Bewegungsbaustelle im großen Mehrzweckraum, der 1999 an das Haus aus den 60er Jahren angebaut wurde. Und einmal in der Woche gehen die Steppkes einfach ein paar Schritte 'rüber in die Turnhalle der Kardinal-von-Galen-Schule und können sich da nach Herzenslust austoben.

Von Ursel Beier

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