Jugendparlament kommt auf den Weg
07.09.2010 | 18:37 Uhr 2010-09-07T18:37:00+0200Dorsten.Einvernehmlich habe man sich auf eine Wahlordnung geeinigt, hatte der erste Beigeordnete Gerhard Baumeister am Montag in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses extra noch betont.
Doch es nützte nichts. Gleich zu Beginn des Diskussion erklärte Mechtilde Banach für die Grünen, sie werde dem neuen Dorstener Jugendparlament nicht zustimmen, sollte die Wahlordnung nicht geändet werden.
Die sieht vor, dass das erste Dorstener Jugendparlament von allen Kindern und Jugendlichen gewählt wird, die die 5. bis 13. Klasse an den weiterführenden Schulen in Dorsten besuchen. Wählbar wiederum sollen deren Schüler in den 6. bis 13. Klassen sein.
Undemokratisch sei dies, hatte die Grüne kritisiert, weil damit alle Jugendlichen, die auswärtige Schulen besuchen, bereits Auszubildende oder gar arbeitslos sind, außen vor blieben. Bei Baumeister stieß die (späte) Kritik auf Verwunderung, sei doch schließlich ein „grüner“ Jugendlicher an der Ausarbeitung der Wahlordnung beteiligt gewesen. Er warnte, umfassende Änderungen würden dazu führen, dass die Jugendvertretung in diesem Jahr nicht mehr gewählt werden könnte. Im übrigen seien andere Wahlverfahren aus Kostengründen überhaupt nicht machbar.
Und schließlich ist das Konzept der künftigen Jugendvertretung ebenso wie der Wahlmodus von den Jugendlichen selber und ihren Prozessbegleitern im Rahmen des Projektes „Jugend in Aktion“ erarbeitet worden. So soll auch künftig das Jugendparlament heißen.
Die Leiter der weiterführenden Schulen haben bereits ihre Mitwirkung an den Wahlen zugesagt. Und die werden wie geplant stattfinden. Auch die Grünen werden heute im Rat zustimmen, erklärte gestern Fraktionssprecherin Susanne Fraund. Den künftige Mitgliedern des Parlamentes will man mit auf den Weg geben, sich noch mal mit der Wahlordnung und gerechteren Lösungen zu befassen.
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