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Inklusion ist nichts zum Sparen

02.08.2010 | 16:07 Uhr
Inklusion ist nichts zum Sparen
Ulrich Domhöver, Leiter der Haldenwangschule, mit einigen Schülern. Foto: André Elschenbroich

Dorsten.Die Inklusion, der gemeinsame Unterricht aller Kinder, unabhängig von Behinderung und Förderbedarf, wird seit einigen Monaten auch in Dorsten diskutiert.

Mit Ulrich Domhöver, seit Anfang 2008 Leiter der Haldenwangschule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, sprach die WAZ über die Möglichkeiten und möglichen Grenzen von Inklusion.

Die Haldenwangschule wurde 1976 eröffnet und hat heute 81 Schüler mit geistiger Behinderung. Sie werden in acht Klassen mit jeweils zehn bis 13 Schülern unterrichtet. 24 der Schüler sind schwerst- und mehrfachbehindert.

Was halten Sie von Inklusion?

Jedes einzelne Individuum ist für uns wichtig und gleichwertig. Wir haben das ganze Spektrum von Schülern, vom Rande der Lernbehinderung bis hin zum Schwerbehinderten. Wir lehnen Inklusion nicht ab, wir stehen hinter dem Gedanken und begrüßen die Idee einer ganzheitlichen Schule.

Aber wir fragen uns natürlich auch, wie es weiter geht. Wir haben unser Fach studiert, es stehen viele Forschungsansätze dahinter und viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Wir arbeiten heute mit ganz anderen Materialien als früher und differenzieren viel stärker. Wenn es zur Inklusion kommt, müssen die Rahmenbedingungen und die Qualität gleich bleiben. Wir sind bereit zur Kooperation.

Wie viele Lehrer haben sie?

Wir haben 22 Lehrer. In den Vormittagsstunden, wenn die Schüler besser aufnahmefähig sind, sind die Klassen zur besseren Differenzierung nach Möglichkeit doppelt besetzt. Unsere Schule ist leider nicht mehr wie früher etwas überbesetzt, das wäre besser für so ein kleines System. In Krankheitsfällen könnte man dann leichter ausgleichen.

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