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Im Affenzahn Karre fahr'n

20.06.2007 | 08:57 Uhr

Kindergarten St. Agatha feiert Fest der Völkerverständigung.Teams aus zehn Nationen treten zum olympischen Wettbewerb an

Dorsten. "Schneller, schneller, schneller. Nicht ausquetschen. Wenn ihr nass werdet, is' egal. Das trocknet wieder. Weiter, weiter, weiter. Eine Minute habt ihr noch."

Kein Wunder, dass die deutsche Mannschaft bei dieser Anfeuerung das Schwammspiel in Nullkommanix schaffte.

Zum spannenden und qietschvergnügten olympischen Wettbewerb trafen sich gestern Teams aus zehn Ländern im Kindergarten St. Agatha. "Mädchen und Jungen dieser zehn Nationen besuchen unsere Einrichtung", so Kindergartenleiterin Lieselotte Lohmann-Holler. "der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund liegt bei 30 Prozent."

Grund genug, das Kindergartenjahr mit einem völkerverbindenden, sportlichen Fest ausklingen zu lassen. Eltern aus Sri Lanka, Vietnam, der Türkei, Polen, Italien, Russland, Indien, Syrien und Holland hatten zur Stärkung leckere Spezialitäten mitgebracht.

Da wurde das Motto des Tages rundherum erfüllt: Interkulturelles Kennenlernen stand ganz oben auf der Wunschliste der Veranstalter. Neben dem Kindergarten selbst waren das der Elternrat sowie der Caritasverband.

"Die Eltern haben viel zur Vorbereitung des Tages beigetragen", vermerkten die Organisatoren dankbar. "Sie haben auch die Medaillen gebastelt, damit jedes Kind am Ende eine bekommen kann." Dabeisein ist bekanntlich alles, darum war's auch nicht so wichtig, wer am Nachmittag Gold, Silber und Bronze abräumte.

Die Hauptsache war ja: Alle hatten Spaß. Und das nicht zu knapp. Papa, Mama, Oma, alle mussten schließlich ran, um "ihren" Teams zum Erfolg zu verhelfen. Da gab es nicht nur Wissensfragen zu jedem der Teilnehmerländer zu beantworten (Wie heißt die deutsche Bundeskanzlerin mit Vornamen?).

Da zählten auch Geschicklichkeit und Geschwindigkeit. Beim Schubkarrenrennen mussten die Väter vollen Einsatz leisten und die Kleinen im Affenzahn um die Wendemarke schieben. "Ich bin dran", krähte Marie (5) begeistert und Papa Detlef meisterte den Kurs bravourös. "Witzig" und sogar "gemütlich" fand's Passagierin Michelle (6).

Ob beim Dreibeinrennen, das Mütter und Töchter aneinandergefesselt bewältigen mussten, oder beim Turmbau aus Kisten und Dosen: Alle amüsierten sich prächtig. Und während Brüderchen Jonas für Indien schwitzte, nuckelte Schwester Bianca (1) genüsslich an einer Bratwurst. ube

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