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Laurentiusschule

Hof wird zum grünen Klassenzimmer

16.02.2011 | 15:57 Uhr
Hof wird zum grünen Klassenzimmer
Der Schulhof der Hauptschule St. Laurentius in Lembeck wird saniert.

Lembeck.Die Laurentiusschule bekommt für 230 000 Euro aus dem Konjunkturpaket einen neuen Pausenhof. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr erledigt werden. Der Bauausschuss segnete die Gestaltungsvorschläge des Planungsbüros Kemper nun einmütig ab.

Von der Gesamtsumme kann allerdings nur die Hälfte für bauliche Veränderungen eingesetzt werden. „75 000 Euro koste alleine die Entsorgung der alten Schwarzdecke“, berichtet Planer Jörg Hahnel: „Das ist ein großer Batzen, der weg ist.“ Weitere 38 000 Euro machen Nebenkosten aus – vor allem die Planung. Mit den verbleibenden 117 000 Euro werden 2000 der insgesamt gut 6000 Quadratmeter Schulgelände neu gestaltet.

Qualifizierung
Eins von 14 Projekten

Ob der Einsatz von Arbeitslosen zulässig ist bei einem Projekt aus dem Konjunkturpaket (soll die Wirtschaft fördern), habe die Stadt durch die Bezirksregierung prüfen lassen, erklärt Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn. Der Hof der Laurentiusschule sei das einzige von 14 Konjunktur-Projekten, bei dem Arbeitslose zum Einsatz kommen. Alle anderen Aufträge seien an Firmen vergeben worden.

Der Platz sei nun „relativ unattraktiv“ und biete keine Aufenthaltsqualität, erläuterte Hahnel. Nach dem Plan für die Neugestaltung bleibt eine kleine Reihe von drei alten Bäumen erhalten, die den Hof in zwei Teile gliedert.

Die Fläche zum Portal hin bleibe hindernisfrei, so Hahnel. Sie wird außerhalb der Schulzeit als Parkplatz genutzt, wenn Vereine Schulräume belegen. Und: Sie wird notfalls von der Feuerwehr als Aufstellfläche benötigt. Durch einen neuen Bodenbelag soll sie aber attraktiver gestaltet werden. Auf bange Nachfrage aus Lembeck versicherte Hahnel, dass die Schützen den Hof auch künftig für ihre Vorparade nutzen können. Dieser Teil der Fläche wird bereits in den Osterferien umgestaltet.

Der Bereich hinter der Baumreihe wird durch Sitzmauern und Grün kleinteilig gegliedert. Schüler sollen hier Treffpunkte finden und die entstehenden „Räume“ auch als „grünes Klassenzimmer“ nutzen können. Hier ist der Umbau in den Sommerferien geplant.

Teilbereiche des Hofs, die bereits mit rotem Pflaster aufgewertet wurden, bleiben erhalten. Fertiggaragen als Geräteschuppen (Ersatz für eine alte Holzhütte), Zaun und Tor am Hauptzugang als Schutz vor Vandalismus, neue Beleuchtung, Fahrrad- und Mofastellplätze sowie eine Abgrenzung zum Wohnhaus auf dem Schulgelände komplettieren die Planung.

Die Arbeiten sollen ausgeführt werden als Arbeitsmarktprojekt. Die Stadt prüft derzeit noch, ob der Auftrag „freihändig“ vergeben werden kann oder ob Arbeits- und Qualifizierungsgesellschaften in einer beschränkten Ausschreibung aufgefordert werden, ein Angebot abzugeben.

Ludger Böhne

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