Helfer für alle Fälle
08.02.2012 | 17:59 Uhr 2012-02-08T17:59:00+0100
Dorsten.„Für alle Fälle“ sind sie da, die 15 Schülerinnen und Schüler, die jetzt am St. Ursula-Gymnasium als Schulsanitäter zum Einsatz kommen. Ausgestattet mit Walkie-talkie und gut zu erkennen durch ein spezielles T-Shirt, werden sie künftig durch die Schule düsen, um ihren Mitschülern im Notfall erste Hilfe zu leisten.
Die Idee kam von den Schülern im Rahmen des „Schüler helfen Schülern“-Projektes selber, berichtet Schulleiter Alfons Dorenkamp. Umgesetzt wurde sie mit Hilfe des DRK-Kreisverbandes. Der schickte für acht die Doppelstunden immer mittwochs die junge Ausbilderin Svenja Farwick, die den Schülern nicht nur jede Menge Fachwissen vermittelte, sondern auch bewies: Beim DRK gibt’s nicht nur alte Männer, sondern auch junge Frauen. Darüber hinaus stellte das DRK eine gut gefüllteNotfalltasche zur Verfügung.
Darin befindet sich jede Menge Verbandsmaterial, um Wunden versorgen zu können. Darüber hinaus sollen die Rettungssanitäter auch helfen, bei Unfällen oder akuten Erkrankungen der Schüler die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder der Eltern zu überbrücken. Täglich mindestens bis zur 6. Stunde hat eine dreiköpfiges Sanitätsteam Dienst, wenn nicht gerade Klausuren geschrieben werden, sogar während des Unterrichtes.
„Wenn man sich für ein Medizinstudium interessiert, ist das eine gute Erfahrung“, erklärt Malte, warum die Ausbildung in seiner Freizeit mitgemacht hat. Und Insa findet, dass man Erste-Hilfe-Kenntnisse immer im Leben brauchen kann. Ein entsprechender Vermerk auf dem Zeugnis, der sich gut bei Bewerbungen macht, und die Tatsache, dass die Ausbildung auch für den Führerschein anerkannt wird, taten ein übriges. Jedenfalls gab es für die erste Ausbildung keinen Mangel an Bewerbern unter den Schülern der E1 (früher 10. Kl.), Q1 (früher 11. und 12. K.) und der 13. Letztere stehen nur noch bis Ostern als Schulsanitäter zur Verfügung. Deshalb startet bereits im Frühjahr ein neuer Kurs für die Schüler des 9. Jahrgangs.
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