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Peter Bertram

Heimatdichter stellt Buch vor

11.02.2011 | 13:42 Uhr
Heimatdichter stellt Buch vor
Peter Bertram stellt sein Buch „Traumblüten 2“ vor. Foto Ralph Heeger

Wulfen.Das Wort „Heimatdichter“ ist für Peter Bertram keine Beleidigung, sondern ein Kompliment: „Ich bin Heimatdichter.“ Gerade eben hat der 66-jährige Barkenberger seinen zweiten Gedichtband veröffentlicht. „Traumblüten 2“ heißt er, nach „Traumblüten 1“, veröffentlicht 2000.

Und Heimat ist viel in dem Gedichtband, erschienen im HW-Verlag, dem Verlag der Dorstenerin Dr. Heike Wenig. So das Gedicht „Mein Barkenberg“, das Peter Bertram be-reits in seinem ersten Traumblütenbuch vorstellte und nun überarbeitet hat, weil sich so viel veränderte in Barkenberg seither. Wie die Metastadt, die vor Jahren abgerissen wurde, wie die Mietskasernen zuletzten: „Beim Rest wird’s einen Rückbau geben / und auch viel Farb’ auf altem Grund. / Wir alle werden es erleben: / In Barkenberg wird vieles bunt.“

„Traumblüten 2“
Im Buchhandel

Das Buch „Traumblüten 2“ von Peter Bertram ist in einer Auflage von 300 Stück erschienen im HW-Verlag (ISBN 978-3-932801-57-0), der Dorstenerin Dr. Heike Wenig. Zum Preis von neun Euro ist es ab sofort in den Dorstener Buchhandlungen zu kaufen.

Auch Wulfen, „trutziges Dorf in der Heide“ ist ein Gedicht gewidmet und der Tüshaus-Mühle: „Darum kommst du mal nach Deuten, / dann bestaun’ dies Monument, / das man bei den hiesigen Leuten / nur als Türhaus-Mühle kennt.“

In dem Gedicht „Abschied“ erinnert sich der ehemalige Lehrer Peter Bertram an „viele schöne Jahre“, die er in dieser Schule verbrachte. Naturwissenschaften hat er unterrichtet, als Klassenlehrer auch Deutsch. Eine schwere Krankheit zwang in bereits 1999 zum Abschied vom Schuldienst, seit 2001 ist er Pensionär. Das bevorstehende Ende der Wulfener Hauptschule sieht er mit Bedauern: „Weil niemand kann in dieser Welt / Partei-Proporz besiegen, / muss man deshalb - so schwer es fällt - / der Ratsmehrheit sich fügen“, heißt es in seinem Gedicht dazu. So ganz stimmt deshalb nicht, wenn Peter Bertram bei der Vorstellung seines Buches sagt: „Ich kommentiere das politische Geschehen nicht“, und als einzige Ausnahme das Gedicht „Schweinegrippe“ nennt, in dem er die „Experten“ ironisch aufs Korn nimmt.

Erste Gedichte aus seinem Band hat der Barkenberger kürzlich im Baumhaus gele-sen, wo ein Forum für Autoren und solche, die es werden wollen, geplant ist. Einer der Moderatoren ist Prof. Dr. Werner Wenig, auch bei der Buchvorstellung dabei und Vorsitzender des Literarischen Arbeitskreises Dorsten (LAD), in dem Peter Bertram seit 20 Jahren Mitglied ist. Er kündigte weitere Lesungen mit Peter Bertram in Dorsten an.

Ute Hildebrand-Schute

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