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Halloween Horror im Movie Park - ein Student aus Dorsten jobbt als Monster

23.10.2012 | 17:27 Uhr
Halloween Horror im Movie Park - ein Student aus Dorsten jobbt als Monster
Viktor Seedorf aus Dorsten verwandelt sich für Halloween in ein gruseliges Monster.Foto: André Elschenbroich

Dorsten/Kirchhellen.   An Halloween verwandelt sich der Movie Park in Bottrop Kirchhellen zu einer Monsterhochburg. Das „Deathpital“ ist eine der vier Horrorhäuser. Dort lauern rund 40 monsterhaft geschminkte Ärzte, Krankenschwestern und Patienten. Eines dieser Monster ist der Student Viktor Seedorf.

Dunkle Gänge, sadistische Doktoren und blutverschmierte OP-Räume. Niemand möchte freiwillig in diesem Krankenhaus eine Nacht verbringen. Und doch verirren sich jedes Jahr im Oktober tausende Besucher in dieses gruselige Hospital für nervenstarke „Patienten“.

Denn zu Halloween wird der Movie Park in Kirchhellen zu einer Monsterhochburg . Das „Deathpital“ ist eine der vier Mazes – so werden die Horrorhäuser genannt. In diesem Labyrinth lauern rund 40 zu Monstern geschminkte Ärzte, Krankenschwestern und Patienten. Eines dieser Monster ist Viktor Seedorf.

Crazy Heidi Klum

Der 20-Jährige Dorstener studiert eigentlich in Essen Musik und Mathematik. Bis zum 4. November verwandelt er sich von donnerstags bis samstags in einen blutrünstigen Arzt. „Ein anstrengender, aber auf jeden Fall sehr spaßiger Job“, erklärt er.

Vor Schreck in Tränen ausgebrochen

2011 versuchte er sein Glück beim Monstercasting. Horrorfilme wie „The Texas Chainsaw Massacre“ gefielen ihm schon immer. Eine Freundin, die schon als Monster im Park tätig war, brachte ihn auf die Idee, es einfach beim Casting zu versuchen. Und er überzeugte die Jury auf Anhieb.

Monster - Casting

Er sei ganz wild herumgesprungen und habe laut geschrien. Das reicht scheinbar, um die Verhaltenskriterien eines Movie-Park-Monsters zu erfüllen. Der Dorstener wird in der Pathologie eingesetzt und erschreckt an guten Besuchstagen über 3000 Gäste pro Tag. „Die Leute reagieren sehr unterschiedlich“, berichtet er. „Die meisten erschrecken sich einfach nur. Es gab aber auch Extremfälle, bei denen welche in Tränen ausgebrochen sind. Die können wir aber immer noch schnell durch die Notausgänge rausbringen.“

„Krümelmonster“ mit Keks

Die Monster lassen sich einiges einfallen, um ihre Gäste das Fürchten zu lehren. Am lustigen sei es, wenn Leute voneinander getrennt werden und alleine durchs „Deathpital“ müssen.

Halloween im Moviepark

Die Stimmung untereinander ist alles andere als schaurig. Während des Schminkens werden reichlich Späße gemacht. Die Monster helfen sich gegenseitig und bringen selbst gebackene Plätzchen mit. Krümelmonster quasi. „Auch privat verstehen wir uns alle sehr gut“, sagt Viktor Seedorf. Nach Feierabend gehen die wenigsten Monster gleich getrennte Wege.

Skurrile Geschichten entstehen von alleine. „Ich bin mal nach Hause gefahren, da war ich noch geschminkt“, erzählt ein Monster, das sich am Nebentisch für den großen Auftritt schminkt. „Ich hatte Durst und bin noch zu einer Tankstelle gefahren. Ich stand an der Kasse und drehte mich um. Plötzlich stand eine Polizistin hinter mir, erschreckte sich und zog direkt ihre Waffe. Seitdem schminke ich mich ab, bevor ich nach Hause fahre.“

Julian Schäpertöns

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