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Gefährliche Mängel an der Fassade

04.07.2012 | 18:00 Uhr
Gefährliche Mängel an der Fassade
Die neue Fassade am Schulzentrum Pliesterbecker Straße – erst im letzten Jahr montiert – ist laut Aussage eines Gutachters mangelhaft angebracht worden und muss nachgebessert werden.

Dorsten. Die Sanierung des Schulzentrums an der Pliesterbecker Straße in Holsterhausen war mit 2,2 Mio Euro das größte unter den Projekten, die Dorsten mit den 8,8 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket verwirklichen konnte. Am Dienstag berichtete die Verwaltung dem Bauausschuss, dass dort gravierende Baumängel behoben werden müssen.

Ein Mitarbeiter des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM) hatte den Verdacht, dass Unterkonstruktion und Dämmung nicht fachgerecht angebracht wurden, hat Unterlagen angefordert und einen renommierten Experten für Fassadenbau um ein Gutachten gebeten. Der bestätigte, dass die Arbeiten durch ein Unternehmen aus Mönchengladbach nicht fachgerecht ausgeführt wurden.

„Wir haben am Schulzentrum ein grundsätzliches Problem mit der Unterkonstruktion, zu der auch die Dämmung gehört, und mit der Befestigung der Fassadenplatten“, berichtet ZGM-Chef Josef Kemper. „Die Bedenken sind sicherheitsrelevant. Wir werden mit der Sanierung in den nächsten Monaten anfangen müssen.“ Stadtbaurat Holger Lohse urteilt: „Es ist ärgerlich, dass bei einem solch wichtigen Projekt Mängel auftreten. Ich bin aber froh, dass meine Mitarbeiter so aufmerksam waren und die Fehler durch einen Gutachter schnell festgestellt wurden.“

Wie umfangreich der Schaden ist, muss jetzt noch genau ermittelt werden. Im schlimmsten Fall muss womöglich die Fassade komplett saniert werden.

Die Verantwortung wird sicherlich noch Thema weitere Auseinandersetzungen sein. Stadtbaurat Lohse hat die Fassadenfirma inzwischen aufgefordert, die Mängel zu beseitigen. Kemper bestätigt: „Wir sehen zunächst die Firma in der Verantwortung.“

Besichtigt haben die Baupolitiker bei ihrer Rundreise am Dienstag allerdings auch fünf weitere Projekte, die mit Konjunkturmitteln verwirklicht wurden – allesamt ohne Mängel: energetische Sanierung eines Teils der Bonifatiusschule Holsterhausen, Sanierung der Trauerhalle und Bau eines Kolumbariums am Waldfriedhof Holsterhausen, Neugestaltung des Pausenhofs an der Laurentiusschule in Lembeck, Erneuerung der Skateranlage am Treffpunkt Altstadt und Bau des neuen Spielplatzes an Winks Mühle im Schölzbachtal.

Das Fazit von Stadtbaurat Holger Lohse: „Klammert man die Nachbesserung am Schulzentrum Pliesterbecker Straße aus, sind die Ausschussmitglieder und die Verwaltung mit der Umsetzung aller Bauarbeiten sehr zufrieden. Vor allen Dingen freut es mich, dass der Hauptteil der Mittel aus dem Konjunkturpaket unseren Schulen zu Gute gekommen ist.“

Von Ludger Böhne


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