Gas-Suche alarmiert Dorstener Umweltausschuss
24.03.2011 | 08:09 Uhr 2011-03-24T08:09:00+0100
Dorsten.Die mögliche Ausbeutung sogenannter „unkonventioneller Lagerstätten“ von Erdgas in großer Tiefe bereitet dem Dorstener Umweltausschuss Kopfzerbrechen. Auch das Dorstener Stadtgebiet und damit an die Trinkwasserbrunnen der RWW könnten betroffen sein.
„Ein umweltpolitisches Problem ersten Ranges“, nennt Friedhelm Fragemann (SPD) die mögliche Ausbeutung sogenannter „unkonventioneller Lagerstätten“ von Erdgas in großer Tiefe. Der Vorsitzendes des Umwelt- und Planungsausschusses setzte das Thema „Fracking“ auf die Tagesordnung.
Alarmiert ist das RWW. Die Wasserversorger sehen durch die Chemikalien, die bei den Bohrungen eingesetzt werden, um das Gestein in über 1000 Meter Tiefe aufzusprengen, das Trinkwasser gefährdet. Die beteiligten Energiekonzerne sind dabei, die Suchräume für lohnende Vorkommen abzustecken. Neben Nordwalde und Drensteinfurt im nördlichen Münsterland ist auch eine Probebohrung in Borkenwirthe (Kreis Borken) beantragt. Von Westen her reicht das „Feld WeselGas“ an das Dorstener Stadtgebiet und damit an die Trinkwasserbrunnen der RWW in der Üfter Mark heran.
Fachmann soll über Technik und mögliche Folgen berichten
Alarm schlug auch Gelsenwasser, weil die Anträge zur Aufsuchung der Lagerstätten nach Bergrecht behandelt werden – eine Beteiligung anderer Betroffener ist da zunächst nicht vorgesehen. „Es handelt sich aber um ein mehrstufiges Verfahren“, erklärte Frank Lumpe, der sich in der Verwaltung des Themas annimmt. Für die Realisierung einer Probebohrung sei ein wasserrechtliches Verfahren vorgeschrieben. In welchem Umfang eine Umwelt-Verträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschrieben wird, ist zur Zeit in der Diskussion. Am Mittwochabend trafen sich Vertreter der betroffenen Städte und Gemeinden zu einer Anhörung mit Fachleuten bei der Bezirksregierung Arnsberg. Sie ist die genehmigende Behörde. Mangels direkter Betroffenheit waren dabei Dorstener Vertreter nicht zugelassen, berichtete Frank Lumpe, „wir werden aber genau beobachten, was da passiert.“ Die Städte im Kreis RE seien gerade dabei, ihr weiteres Vorgehen abzustimmen, so Stadtbaurat Holger Lohse.
Als „bedenklich“ kritisierte der Ausschuss das Genehmigungsverfahren, schließlich seien aus den USA schwere Folgen für die Umwelt durch das „Fracking“-Verfahren bekannt. In der nächsten Sitzung soll ein Fachmann über Technik und mögliche Folgen berichten.
09:22
@ 1 Hier geht es um eine Sache, die in Planung ist, mit Sicherheit kommen etwaige Erkrankungen nicht von geplanten Abbauplänen.
@ 2 Entweder Sie wohnen nicht in Dorsten, oder haben keine Ahnung wovon Sie sprechen.
Es ist ja erwiesen, dass das Hydraulic Fracturing für das Grundwasser eine gewisse Gefahr darstellt. Das man so etwas ungerne bei sich im Boden haben möchte hat nun wahrlich nichts mit Umweltheinis zu tun, sondern damit, dass man ohne Bedenken sein Brunnenwasser/ Trinkwasser noch benutzen möchte.
Gegen den Giftcoktail,mit Stoffen die hormonverändernd (Kothan) sind ist jedes Steinkohlekraftwerk ein Umweltengel.
Das Interessante doch auch, dass man nach Bergrecht eigentlich die betroffenen Gemeinden gar nicht unterrichten muss, da zählt nur das bare Geld.
Insgesamt also eine Methode, die man am Besten ganz abschaffen sollte.
LG
07:43
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01:55
Mit Erschrecken sehe ich gerade auf der Karte, dass mein Wohnort betroffen ist. Ohne jetzt irgendeine Verdächtigung auszusprechen: Kann es sein, dass seit etwa einem Jahr das Trinkwasser nicht durchgehend rein gewesen ist? In meiner Umgebung, wie auch in der eigenen Familie sind immer wieder starke Durchfallerkrankungen aufgetreten, die immer als normale Infektion behandelt wurde. Selbst eine Darmspiegelung brachte keinen Hinweis. Dann begann ich, das Trinkwasser generell abzukochen, einfach als letztes mögliches Mittel, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Seitdem ist alles ok.
Und nun lese ich den Artikel und sehe meinen Wohnort auf der Karte...
Hm... ich glaube, das Abkochen werde ich weiterhin beibehalten.
Bitte bleibt dran an dem Problem, es scheint wirklich eins zu sein!