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Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke

01.07.2012 | 18:05 Uhr
Gedränge am Bierwagen: Teilweise mussten die Konzertgäste bis zu einer Stunde auf ein Getränk warten. Foto: WAZ

Dorsten.   Ein gravierendes Ärgernis hat vielen Besuchern die Freude am sonst famosen Festival "WDR2 für eine Stadt" verdorben: Die mangelhafte Getränkeversorgung wurde in der Hitze zum ernsten Problem. Besonders sauer waren die Gäste, die für ihre Kinder Getränke kaufen wollten.

Die zehn Getränkestände erweisen sich als zu wenig, sie sind in Fünferreihen dicht umlagert, das Personal ist von dem Andrang sichtbar überfordert. Viele Durstige warten eine Stunde, bis sie etwas zu trinken ergattern können. „Das geht nicht“, sagt Sven Weber, der 45 Minuten auf ein Getränk gewartet hat. Er ist nicht der einzige. Besonders stinkig sind alle, die etwas zu trinken für Kinder möchten. Denn Kinder haben spontan Durst. Nur schleppend wird Nachschub an die Wagen geliefert. Und das im Wortsinn. Immer wieder müssen Helfer sich durchdrängeln, eine Getränkekiste links, eine rechts am Arm.

Der Pütt rockt

Weil sie keine Lust haben auf Getränke-Gedränge und auch nicht auf einen Kreislaufkoller, verlassen viele Besucher das Konzert vorzeitig oder machen zumindest einen Abstecher zur Halterner Straße, wo Kneipen und Läden durch geöffnete Fenster ausschenken. Nicht alle trauen sich den Umweg. Sie fürchten, danach nicht mehr aufs Gelände gelassen zu werden.

Mitnahmeverbot für Flaschen am Abend aufgehoben

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Thomas Hein, der die Konzession für den Getränkeausschank vom WDR erworben hat, spricht am Abend selbst von einer „Katastrophe“. Allerdings sei er froh, dass er überhaupt zehn Getränkestände buchen konnte. „Das war nämlich das Wochenende, an dem man keine bekommen hat.“ Quer durchs Land gab es etliche Großveranstaltungen mit durstigen Besuchern. Und mehr als arbeiten konnten die Teams an den Zapfhähnen auch nicht, nimmt er seine Mitarbeiter in Schutz.

Dorsten holt den WDR

Am Abend orderte er noch einen Lastwagen Getränke nach und besorgte zusätzliches Personal. Das Verbot, Flaschen mit aufs Gelände zu bringen, wurde aufgehoben. Mit dem Verteilen von Gratisgetränken gab’s schließlich noch eine kleine Entschuldigung bei Besuchern. Die Feuerwehr spendierte kalte Duschen. DRK-Helfer behandelten 60 Personen (sechs davon mussten ins Krankenhaus) – fast ausnahmslos wegen Kreislaufproblemen. Das klingt viel, sei für eine solche Großveranstaltung aber nicht ungewöhnlich, sagt Feuerwehrsprecher Markus Terwellen.

Von Ludger Böhne


Kommentare
03.07.2012
11:43
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von Otto99 | #18

#Ontim4

Was soll am Becherpfand denn gut sein? Wurde bei dem Andrang etwa auch noch gespült? Wenn es Einwegbecher waren, werden sie halt weggeschmissen, na und? Die Stadtreinigung muß nach solchen Veranstaltungen sowieso einmal durchfahren.

1 Antwort
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von 0ntim4 | #18-1

bitte denken sie nochmal nach, ob die stadtreinigung 80.000 becher aufsammeln muss oder 1500, da ist doch ein deutlicher unterschied zu erkennen oder? klar hätte es eine rückgabestelle geben müssen, aber nun ist doch gelaufen.

03.07.2012
11:31
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von mstrauss | #17

Leider konnte ich am letzten Samstag nicht in Dorsten dabei sein, weiss aber aus der Erfahrung vom letzten Jahr in Warburg, dass die Getränkelogistik im letzten Jahr ebenfalls ein Problem war. Gebündelt an einem Punkt (hinten) und so voll, dass 30-45 Minuten für ein Getränk keine Seltenheit waren.

Vielleicht beim nächsten Mal direkt Auflagen an denjenigen knüpfen, der die Konzession erhält. Die Anzahl der Besucher ist ja nun seit Jahren in der Größenordnung bekannt.

Gruß,
Markus

03.07.2012
09:11
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von 0ntim4 | #16

Konstruktive Kritik ist wichtig, weil ich denke aus so Fehlern kann man nur lernen, aber was manche hier schreiben, ist nicht mehr konstruktiv!

Der Becherpfand ist glaube ich dass beste was man hätte machen können. Das Problem war nur , dass es keine externe Pfandstelle gab.

60 Einsätze ist einfach nicht viel, klar hätten einige durch eine bessere Versorgung verminden hätten können. Aber es gibt immer Leute, grade jugendliche Mädchen die bei Hitze umkippen.

Aber ich finde es sehr gut, dass sie versuchen ihre Meinung konstruktiv darzustellen..
Und das meine ich Ernst..

1 Antwort
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von nachdenklichergelsenkirchener | #16-1

Die Leute, welche ich umfallen gesehen habe waren Leute im gestandenen Alter. Vor einem hoffnungslos überfüllten Stand, an dem das Personal, selbst wenn es fachlich dazu in der Lage gewesen wäre, der Situation nicht Herr werden konnte. Und bezeichnend für diese katastrophalen Zustände ist ja wohl auch, dass die meisten Rettungseinsätze in den hinteren Publikumsraum, wo die Bierbuden standen ging, und nicht wie sonst üblich vor die Bühne. Versuche Sie bitte nicht Tatsachen zu leugnen, aus welchen Gründen auch immer.

03.07.2012
09:11
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Name von Moderation entfernt | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.07.2012
06:34
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von evadamo | #14

Ich finde die ganze Veranstaltung an sich ganz OK. Nur die Tatsache dass die dorstener Wirten und Kleingeschäfte, einfach für so eine Event nicht gewachsen waren. Wo eine Bratwurst "Krakauer Art" sage und schreibe 4 Euro kostet (inkl. eine halbe Scheibe Toast), wo ein Döner Kebab in der pralle Sonne gegrillt wird und die mayone-sige Soße a la Zaziki neben an vergammelt für den gleichen Preis wie die s.g. Krakauer, wo in der Strassenbar ein Kellner mit den Anderen um leere Biergläser kämpfen muss, ist eine Aktion wie die WDR2 für eine Stadt , eine paar Nummern zu groß. Dazu fuhr der letzte Zug in Richtung Essen um 22,52 danach war Ende. Mit Mühe und Not, mit 3 mal Umsteigen schafften wir um 1,30 Uhr in Essen anzukommen.Macht zusammen 150 Min. Mein Fazit:Organisation auf Schützenfestniveau !

02.07.2012
17:13
Null Dankbarkeit!
von 0ntim4 | #13

Ich würde einfach meinen, die Leute die nur meckern, sollten einfach beim nächsten Konzert (was es in der Größe wahrscheinlich in Dorsten nie wieder geben wird) entweder sich mit ihrem ***** garnicht erst hinbewegen oder sagen, dass sie das Catering übernehmen, weil sie das bestimmt besser können!

Ein kostenlos Konzert und dafür bedankt sich kaum einer, und ich denke, dass die meisten nicht ein Handgriff dafür getan haben, dass so etwas nach Dorsten kommt!


1 Antwort
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von nachdenklichergelsenkirchener | #13-1

Was hat es mit fehlender Dankbarkeit zu tun, wenn man dilletantische Zustände auf dem Festival beschreibt? Fakt ist dass die Getränkeversorgung unterdimensioniert war, dies wurde durch ein hanebüchenes Pfandsystem und vollkommen überfordertes Personal, welches teilweise noch nicht einmal einen volljährigen Eindruck machte ergänzt. Es sind definitiv direkt Leute vor den Ständen kollabiert, es gab definitiv an einigen Ständen vor dem Rea Garvey Gig keine Becher mehr, Nachschub wurde herangetragen, weil es keine oder zu wenig Karren gab, es wurde beim Bier nur in kleinsten Mengen vorgezapft, die Kassen waren z. Teil einfache Holzkisten ohne Sortierfächer. Die Getränke waren so teuer, dass man einen einwandfreien Service nicht nur erwarten kann, sondern sogar muss. Es waren ja keine Samariter, die es aus purer Nächstenliebe taten. Ich messe so etwas am Ergebnis, und hier war es nicht mangelhaft, sondern ungenügend. Schade, der Rest war nämlich einfach nur gut!

02.07.2012
17:09
Ständiges Gemecker!
von 0ntim4 | #12

Als ich die Kommentare gelesen habe, war ich fassungslos, weil vieles was in den Kommentaren stand schlichtweg falsch ist!!

1.Das Catering war nicht alleine die Sache der Interevent.
2.Das Flaschenverbot ist bei jeder Großveranstaltung und Herr Hein war derjenige, der der Security angewiesen hat, Flaschen für eine gewisse Zeit mit reinzulassen.
3.Wer sich über die Preise beschwert, der gehört eingesperrt. Auf jedem Konzert etc. bekommt man kein Bier für unter 4€.
4.Wer sich über den Becherpfand aufregt, denkt nicht darüber nach, wie das Konzertgelände und das umliegende Hervest nach dem Konzert aussehen würde!
5.Das es so heiß werden würde, konnte keiner vorher erahnen! Trotzdem gab es meiner Meinung nach keinen Zeitpunkt, wo es gefährlich war.
6.Ganz ehrlich 60 "Verletzte" bei 38.000 Besuchern übern Tag ist garnichts!

So Schluss jetzt!

Ich denke, diejenigen der Interevent und des WDR´s wissen genau, dass es nicht perfekt gelaufen ist!

Meckern ist einfach! Aber das ist auch typisch

4 Antworten
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von Luke_Filewalker | #12-1

Ihr typischer Duktus läßt den Rückschluss zu, dass Sie etwas verteidigen dessen Tragweite Sie nicht ganz erfaßt haben.

Wann Schluss ist entscheidet die Redaktion, Moderator oder der Leser, der kein Interesse daran mehr hat, die hilflosen Verteidigungsversuche zu lesen. Es geht hier nicht, wie Sie es so profan nennen, um "meckern" sondern um Aufarbeitung und konstruktive Kritik.

Das Sie 60 Verletzte mit einem Achselzucken und einem lapidaren "Na ja" abtun, zeigt mir das Ihnen "Kollateralschäden", die durch eine chaotische Getränkeorganisation verursacht wurden, scheinbar egal sind.

Ein Tipp was das Wetter angeht: Einfach mal WDR2 hören und den Wetterbericht im Radio verfolgen. Am Freitag wurde nämlich mehrfach über das zu erwartende Wetter am Samstag gesprochen...

Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von Otto99 | #12-2

Und Becherpfand ist und bleibt nervig und lästig und bringt der Umwelt nichts.

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Name von Moderation entfernt | #12-3

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Name von Moderation entfernt | #12-4

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02.07.2012
15:26
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von Gothaur | #11

Der WDR sollte umgehend um die Erhöhung der GEZ-Gebühren andienen.
Das geht doch schließlich nicht, und die Defizite sind ja wohl offensichtlich
Gruß

02.07.2012
14:07
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von netterbuerger | #10

@ kleinedo:
Kann es sein, dass Sie Herr Hein höchstpersönlich sind?

Fakt ist, da lief sehr wohl etwas schief und es war keine gute Getränkeversorgung vorhanden. Die Firma Interevent schien wirklich mit der Aufgabe überfordert und entschuldigung aber jede Firma die sich Eventfirma schimpft muss sich darüber im klaren sein, was für eine Verantwortung auf einen zukommt wenn man sich solche Veranstaltungen unter den Nagel reisst.
Vielleicht hätte man sich über die Konzessionen mehr Gedanken machen sollen und weniger für zig Pressefotos posen müssen.

02.07.2012
13:45
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von tom009 | #9

jaja

mal wieder die superschlauen.

warum übernehmt ihr bei den nächsten stadtfesten nicht die getränkeversorgung und zeigt es wie man es besser macht.

ihr scheint ja allesamt aus dem profilager zu stammen und wißt wie es geht.

also los

es warten viele darauf von euch versorgt zu wrden.

und an jacky123.

ja ja die böse böse gez abzocke.

nun dann waren sie wohl noch nicht auf veranstalltungen die die angeblich kostenfreien privaten veranstallten.

da ist mitbringen von getränken ebenso verboten.

aber hauptsache man kann meckern.

und warum organiesieren sie nicht mal so ein event????

1 Antwort
Gäste des WDR2-Festivals warteten eine Stunde auf Getränke
von Luke_Filewalker | #9-1

Schön das Sie bis zum Kern des Problems vorgestossen sind...

Es geht hier nicht um die Veranstaltung als solche sondern um die Versorgung mit Getränken während der Veranstaltung. Warum wir so etwas nicht organisieren? Ganz einfach,- weil wir es nicht können. Wir können aber erwarten, daß ein professioneller Veranstalter mit der Organisation nicht überfordert ist.

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