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Fusion feierlich vollzogen

29.05.2007 | 09:31 Uhr

Die evangelischen Gemeinden Wulfen und Hervest machen gemeinsam einen Neuanfang und gehen von nun an zusammen. Eigentlich war es eine Wiedervereinigung nach der Trennung im Jahr 1968

Wulfen/Hervest. Fröhlich und voller Tatendrang - so lässt sich wohl die Stimmung der über 200 evangelischen Kirchgänger Wulfens und Hervests beschreiben, die am Pfingstsonntag feierlich die seit langem geplante Fusion ihrer Gemeinden in der Hervester Kreuzkirche vollzogen.

Morgens schon begannen im Barkenberger Zentrum mit musikalischer Begleitung der Bläser unter Stephan Hillnhütter und in Hervest die Gottesdienste, die dann vor dem Abendmahl unterbrochen wurden, um letztlich gemeinsam in der Kreuzkirche fortgesetzt zu werden. Die Predigt hielt Superintendent Detlef Mucks-Büker.

"Es war irgendwie schon ein tolles Gefühl, als plötzlich die Stimmen der Gemeinde aus Wulfen vor der Tür zu hören waren", erzählt Michael Laage, Pfarrer in Hervest. Relativ gut kam es zeitlich mit der Liturgie in der Kreuzkirche aus, den Gottesdienst zu unterbrechen. "Wir sind dann alle aufgestanden, um die Gäste draußen abzuholen", so Laage, "es war uns wichtig, gemeinsam einzuziehen und den Neuanfang zu machen."

Schon seit Jahren war die Fusion in Planung, an der beide Presbyterien beteiligt waren. "Es sollte schon im Ablauf der Fusion nicht den Eindruck geben, dass die Neuen sich zwischen die Alten auf ihren Stammplätzen setzen müssen", sagt Laage, "so haben alle einen neuen Platz gefunden."

Gemeinsam wurde anschließend, in Anlehnung an die ehemaligen drei Gemeinden, mit "Singet und preiset den Herrn" ein dreistimmiger Kanon gesungen und das Abendmahl gefeiert.

Beim gemeinsamen Sektempfang nach der Messe blieb dann auch ein wenig Zeit, über die Veränderungen und Probleme während der Planungsphase zu sprechen. Laage: "Manche Schwierigkeiten hat man vorher wirklich nicht auf dem Plan gehabt, da ging es sogar einmal um die Zwei- oder Dreispaltigkeit in den Gemeindebriefen."

Aber, und das bemerkte neben Laage auch der Superintendent nach "seiner" ersten Zusammenlegung, "es hat alles gut funktioniert und wir blicken optimistisch in die Zukunft."

Interessant am Rande: Man feierte quasi eine Wiedervereinigung. Es war im Jahre 1968, als die Gemeinden getrennt wurden, weil in Wulfen-Barkenberg eine viel größere Menge an Gläubigen erwartet wurde. "Damals ging es relativ unspektakulär über die Bühne, in einigen Sitzungsprotokollen haben wir nur Fragen über die Finanzierung der neuen Gebäude gefunden", wusste Michael Laage.

Bis zur nächsten Presbyteriumswahl 2008 wurde übergangsweise ein Bevollmächtigtengremium eingesetzt, es besteht aus den Mitgliedern beider Presbyterien und tagt erstmals am 13. Juni. jfed

Foto: WAZ, Lutz von Staegmann



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