Fünf-Euro-Knöllchen für pinkfarbene "Tussi"-Parkscheibe
31.10.2012 | 11:09 Uhr 2012-10-31T11:09:00+0100
Herten/Dorsten. Die Stadt Herten hatte eine Dorstenerin zur Kasse gebeten, weil sie keine blaue Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe gelegt hatte - und ist damit sogar im Recht. Aber die Stadtverwaltung hat auch schon deutlich abwegigere Ideen von Autofahrern gesehen, ihre Ankunftszeit preiszugeben – etwa per handgemalter Uhr.
Sie setzte auf pink und erlebte ihr blaues Wunder: Eine Dorstenerin wurde mit einem Fünf-Euro-Knöllchen bestraft, weil sie statt der herkömmlichen blauen eine pinkfarbene Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe legte.
Wann darf ich hupen oder aufblenden? Was muss ich bei Regen beachten? Im Verkehrsrecht lauern etliche Fallen. Nicht besser wird es durch unzählige Legenden über die vermeintliche Rechtslage im Straßenverkehr. Mithilfe eines Experten vom ADAC klären wir die größten Verkehrsrecht-Irrtümer auf.
Das Ordnungsamt der Stadt Herten, das dieses scheinbar skurrile Bußgeld verhängte, ist damit sogar im Recht. Laut Straßenverkehrsordnung ist es nämlich nicht gestattet, eine farblich abweichende Parkscheibe zu verwenden. Dies sei ebenso strikt geregelt wie die einheitliche Farbe von Verkehrsschildern, zu denen die Parkscheibe streng genommen zählt. Der ADAC bestätigte dies: Die Regelung sei eindeutig und beziehe sich auch auf die Größe der Scheibe, die in Deutschland 11 mal 15 Zentimeter groß sein muss.
Handgemalte Uhr auch nicht erlaubt
In Herten nehmen sie es mit Humor: Es habe schon deutlich abwegigere Ideen von Autofahrern gegeben, ihre Ankunftszeit preiszugeben – etwa per handgemalter Uhr. „Natürlich sind auch solch kreative Ideen nicht gestattet“, sagt Nele Däubler, Sprecherin der Stadt Herten, schmunzelnd. Das Strafmandat in Höhe von fünf Euro müsse die junge Frau aber dennoch bezahlen.
Ärgerlich für die Dorstenerin: Es war ihre Jungfernfahrt mit der pinkfarbenen Scheibe. Erst kurz zuvor hatte sie diese von ihrer Arbeitskollegin geschenkt bekommen.
02:55
Auf der Webseite von "Tussi on Tour" steht extra :
"Hinweis: Diese Parkuhr entspricht nicht den Vorgaben der StVO und muss daher nicht von offizieller Stelle anerkannt werden. "
;-)
Die Knolle fürs Parken ohne Parkscheibe wäre wohl teurer gewesen, also soll sie doch glücklich sein. So einen Aufstand zu proben und in die Presse zu gehen. Die Frau ist 32 Jahre ;-)
21:34
Wie fast überall ist es eben geregelt, wie eine Parkscheibe auszusehen hat und welche Größe sie haben muss.
Diese praktischen Silikon- oder Gummi-Parkscheiben, die an der Scheibe selbsthaftend pappen (ohne Gummisaugnapf) sind auch nicht zulässig, obwohl sie blau sind. Und die gibt es oft als Werbegeschenke von Stellen, denen eigentlich die StVO bekannt sein sollte.
15:16
Wenn ich hier einige Kommentare lese, die hier auf das gute Recht und die gute Ordnung pochen, meint man, die Frau habe weiss Gott was für ein unentschuldbares Verbrechen im Straßenverkehr begangen.
Hallo?!?
Es geht um eine dusselige Parkscheibe in einem geparktem Auto. Wer oder was soll da schon zu Schaden kommen, nur weil das Teil NICHT blau war??? Im eigentlichem Sinne geht es doch nur darum, das das Teil die Parkzeit anzeigen kann, oder etwa nicht? Kann man nicht mal " fünf gerade sein" lassen? Es gibt wahrlich schlimmere Dinge, als sich über die Farbe der Parkscheibe aufzuregen....
08:44
1. Verstoss gegen die StVO. 2. Wurde mit Verwarngeld von 5 € geahndet. Na und?
Habe Ihre Redakteure nix wichtigeres zu berichten?
16:51
"Tussi-On-Tour" - Die Dame sagte doch im Radio, das sie eine Tussi ist,
die 5 Euro bezahlt, und in Zukunft zwei Parkscheiben benutzt.
Eine Parkscheibe "Tussi-On-Tour" und eine richtige nach Vorschrift.
Also - ganz "Tussi" ist sie ja doch nicht.
In diesem Sinne Helau - bald ist der 11.11.xxxx 11.11Uhr.
In der BRD gibt es ja sonst keine Probleme.
Wo sind mal hier bei der WAZ und Co. positive Berichte?
14:03
[edt. - Tatsachenbehauptung]
Danke
01:01
Ich habe eine eigene Meinung und ich finde die StVO keinen Unsinn, sondern eine Notwendigkeit.
Was sie propagieren ist Willkür. Was soll denn ihrer Meinung nach eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes machen? Wann soll sie denn ihrer Meinung nach bei Falschparkern (nichts anderes wird hier geschildert) weggucken und wann nicht? Was ich hier vertrete ist einfach die Rechtsstaatlichkeit und die Gleichbehandlung aller Bürger ... nicht Willkür und Zufall, weil irgendjemand meint, dass man gesetzliche Regelungen ignorieren kann. In diesem Fall wurde jeder Autofahrer benachteiligt, der dort hätte rechtmäßig parken können. Diese Fahrerin war nicht berechtigt, da sie die erforderliche Parkscheibe nicht hatte. Sie hätte sich einen anderen Parkplatz suchen müssen.
Was hier bei einer relativ belanglosen Sache gilt, gilt auch woanders. Ich verlange von meinem Staat Rechtsstaatlichkeit und somit Verlässlichkeit. Durch Relativierung bekommt man nur Wischi-Waschi und keiner weiß, wo er dran ist.
Ermessen.
Würde ein verantwortungsbewußter, bürgernaher Ordnungsamtsmitarbeiter sowas machen, oder eher derjenige, der seine Macht und somit ein Exempel statuieren will. Es gibt überall einen Spielraum - darum gibt es auch Richter.
Die Farbe kann dafür kein Grund sein. Wurde die Tage auch berichtet, anderer Zusammenhang, aber die Farbe war der Anlass.
ooooh man....bist du Deutsch....mehr fällt mir dazu echt nicht ein :(
23:45
@ Pucky2:
Wenn ich Ihre Kommentare lese muß ich annehmen, daß Sie wohl ohne Regelungen für jedes und alle absolut hilflos sind!
Akzeptieren Sie wirklich jeden Mist, der Ihnen von einer Etage höher vorgegeben wird?
Noch nie was von eigener Meinung gehört?
Wenn Sie wirklich der Meinung sind, daß man jeden Unsinn von Obrigkeitsvertreten zu akzeptieren hat, sind Sie in einem freiheitlich-demokratischen Staat am falschen Platz!
22:18
Vielleicht liegt der Knackpunkt darin, dass die Damen und Herren der knöllchenverteilenden Zunf, Parkscheiben nur an Hand der Farbe erkennen können.
Bei der Schulung wurden nur blaue Parkscheiben verwendet. Andersfarbige würde der Kontrollinstanz einen nicht zu unterschätzenden Denkprozess abverlangen.
Ironie aus.
da keine Ironie erkennen. ;)
Meine Gedanken über Beamte sind ganz einfach: die sind stinkfaul und armen Geistes, aber wenn sie einen normalen Bürger eins reinwürgen können, tun sie es mit aller Gewalt und Macht; auch wenn es dem Steuerzahler Tausende Euro kostet, auch wenn es sich nur um 1 Euro geht. Aber wenn ein Beamter Fehler macht, die Unsummen kosten, wird alles unter den gemeinsamen Tisch von kompetenzfreien Beamten und nichtsnutzigen Politern gekehrt, die in der freien Wirtschaft keinen Fuß auf den Boden bekämen. Macht euch alle vom Acker! Schert euch zum Teufel!
20:51
Wo kann man die Teile kaufen. Vielleicht auch in Grün oder Gelb, weil Pink mag ich nicht.