Das aktuelle Wetter Dorsten 7°C
Schiffsunglück

Frachter Elizabeth drohte bei Dorsten im Wesel-Datteln-Kanal zu versinken

23.02.2012 | 14:11 Uhr
Frachter Elizabeth drohte bei Dorsten im Wesel-Datteln-Kanal zu versinken
Der leck geschlagene Frachtkahn Elizabeth konnte durch die Feuerwehr gesichert werden, bevor er im Kanal versank.

Dorsten.   Mit einem Großeinsatz konnte die Feuerwehr am Donnerstag Vormittag verhindern, dass der Frachter Elizabeth im Wesel-Datteln-Kanal versinkt. Der Skipper hatte auf Dorstener Stadtgebiet bemerkt, dass Wasser eindrang und das Schiff immer tiefer im Wasser lag.

Mit einem Großaufgebot an Kräften konnte die Feuerwehr am Donnerstag Vormittag verhindern, dass der niederländische Frachtkahn Elizabeth (Baujahr 1960) im Kanal versinkt.

Das Binnenschiff aus Terneuzen (drittgrößter Hafen der Niederlande) hatte am Morgen im Chemiepark Marl Sandstrahl-Granulat geladen und war auf dem Weg nach Wesel. In Höhe des Caritas-Seniorenheims auf der Hardt bemerkte der Skipper, dass Wasser in den Rumpf drang und sein Kahn immer tiefer sackte. Gerade noch konnte er an der Spundwand unterhalb der Hochstadenbrücke anlegen und festmachen. Die  Laufgänge an den Längsseiten standen da schon tief unter Wasser.

Die Feuerwehr rückte gegen 11.30 Uhr mit großem Aufgebot zur Rettung des Schiffes an: Kräfte der Hauptwache sowie der Löschzüge Altstadt, Hervest 1 und Altendorf waren im Einsatz. Mit zwei Tauchpumpen (Leistung: 1800 Liter pro Minute) förderten die Einsatzkräfte das eindringende Wasser aus dem Schiffsbauch und konnte den Kahn rasch stabilisieren. Bereits am frühen Nachmittag bestand keine unmittelbare Gefahr mehr für das Schiff.

Vier oder fünf Kubikmeter Wasser im Vorderschiff

Feuerwehrchef Andreas Fischer schätzt, dass es allenfalls vier oder fünf Kubikmeter Wasser im Vorderschiff waren, die den Schlingerkurs der Elizabeth (50 Meter lang, fünf Meter breit) ausgelöst haben. Das ist nicht viel, angesichts der Ladekapazität von 433 Tonnen.

Wie das Wasser eindringen konnte, blieb bis zum Abend ungeklärt. Ein Taucher einer Spezialfirma konnte von außen kein Loch orten. Die Elizabeth sollte darum restlos leer gepumpt werden, um von innen sehen zu können, wo Wasser hineinsprudelt.  Erst wenn das Loch gefunden ist, kann entschieden werden, ob eine Reparatur vor Ort möglich ist. Ladung ist nicht ausgetreten. Das Schüttgut gilt aber auch als ungefährlich.

Ludger Böhne

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6393036/create

Aktuelle Fotos und Videos
Bauernmarkt in Raesfeld
Bildgalerie
Volles Haus bei Süthold
Vogel fiel um 16.35 Uhr
Bildgalerie
Holsterhausen
Schwung für Hervest
Bildgalerie
Erstes Werk enthüllt
Udo schiesst den Vogel ab
Bildgalerie
Hardt
Aus dem Ressort
Mutmaßlicher Schütze von Bad Zwischenahn in Dorsten gefasst
Polizei
Einsatzkräfte der Polizei Essen und Oldenburg haben am Dienstagnachmittag einen 26-Jährigen in Dorsten festgenommen. Der Mann war seit dem 10. Mai auf der Flucht. Er soll seine Ex-Freundin in Bad Zwischenahn bei Oldenburg in Niedersachsen niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt zu haben.
Piep-Show im Hervester Bruch steuert dem Höhepunkt entgegen
Störche
Die alljährliche Piep-Show der Störche im Hervester Bruch steuert ihrem Höhepunkt zu: Am Freitag werden die Jungtiere Jochen und Rolli beringt. Neugierige können das Spektakel bei einem Umtrunk am Aussichtsplatz verfolgen. Den beiden Jungvögeln von Werner und Luise geht es augenscheinlich prächtig.
Foto