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Figurenspektakel im Stoppelfeld

20.06.2007 | 09:13 Uhr

Nach dem großen Erfolg des Debüts rechnen die Marienthaler mit noch mehr originellen Stroh-Kreationen.Außer Preisen für Mitmacher und Juroren gibt's ein kulinarisch geprägtes Programm an vier Wochenenden.

Marienthal. Beim Debüt des Strohfiguren-Spektakels erstanden vor zwei Jahren ganze Fabelwelten, bevölkerten Drache, Elfe und Einhorn die Wiese am Dorfrand. Publikums-Gewinner waren damals die Bremer Stadtmusikanten: Esel, Hund, Katze und Hahn formvollendet zum meterhohen Strohgebinde getürmt.

"Besser kann's kaum werden", meint Karl-Heinz Elmer. Der Geschäftsführer des Kulturkreises Marienthal setzt aber mit seinen Mitstreitern von der Rheinischen Landjugend und den Landfrauen Hamminkelns darauf, dass beim zweiten Strohfiguren-Spektakel noch mehr Gruppen mitmachen als vor zwei Jahren mit 14 Konkurrenten.

Die Zusammenarbeit der drei Veranstalter habe "so super funktioniert", dass sich der besondere Charme dieses "Spektakels" herumgesprochen haben sollte. Eingeladen mitzumachen ist jeder, der einen Traktor bedienen kann - damit das Stroh für die Figur auch aufs Feld kommt - oder, wie es in der ersten Einladung hieß: "Vereine, Freundeskreise und Nachbarschaften des ländlichen Raumes."

Wer sich also zutraut, aus Rund- oder Quaderballen, aus Stoffbahnen, Folien und allerlei Feldfrüchten eine spektakuläre Strohfigur zu erschaffen, sollte sich bis spätestens Freitag, 20. Juli, beim Kulturkreis Marienthal anmelden. Für jede zum Wettbewerb zugelassene Figur gibt's 40 E Startgeld. Über 30 ländliche Organisationen der Gemeinden ringsum haben die Veranstalter bereits eingeladen.

Den Termin der Aufbau-Tage wollen sie mit den Teilnehmern abstimmen. "Jetzt ist der Acker größer", verkündet Karl-Heinz Elmer. Wie auch vor zwei Jahren zunächst vorgesehen, soll das Feld, auf dem das Zirkuszelt der Marienthaler Sommerabende steht, Schauplatz des Spektakels sein. 2005 allerdings zwang die späte Getreideernte zur Improvisation.

"Jetzt haben wir die berechtigte Chance", so Karl-Heinz Elmer, "dass das Getreide im Juli 'runter ist". Dafür bleiben dann die Strohfiguren volle drei Wochen. Das erhöht das Quorum für die Publikumsjury: per Abstimmungskarte und gegen 2 E Gebühr kann jeder "Gold", "Silber" und "Bronze" für die spektakulärsten Strohfiguren vergeben.

Die besten fünf Figuren-Gestalter erhalten Geldpreise von 250 E bis 75 E. Attraktive Sachpreise werden aus den Abstimmungskarten gelost: "von der Hotelübernachtung bis zum Ballonflug", wie Karl-Heinz Elmer sagt. Über tausend Besucher Marienthals hatten sich vor zwei Jahren beteiligt - und so einen guten Teil der Kosten des "Spektakels" wieder eingespielt.

Dazu gibt's an vier Wochenenden ein kulinarisch geprägtes Rahmenprogramm, das am 12. August mit einem Landfrauen-Café eröffnet - unter freiem Himmel, wenn das Wetter mitspielt, ansonsten im Zelt des Kulturkreises.

Für den 18. August lädt die Rheinische Landjugend zum "Rock in Marienthal" - und sucht noch vier Bands aus der Umgebung. Die niederrheinische Sonntags-Kaffeetafel am 19. August decken Gastronomen aus sechs Hamminkelner Ortsteilen im Schatten der Doppelallee.

Dafür ist eine Anmeldung ebenso nötig wie für das Mittags-Menü der Weseler "Mini-Köche" am Samstag, 25. August. Kinder und Jugendliche von acht bis 14 Jahren lernen dank dieser Initiative "Kochen, Servieren und Tischmanieren". Für Hotelier Elmer ist das "Spalier von Knirpsen in weißer Kluft" natürlich ein Highlight im Programm.

Dabei kommt noch Marienthals witziger Dorfpoet Christian Behrens: Am Freitag, 31. August, gibt's abends Kabarett und Kulinarisches unter dem niederrheinischen Qualitätsmotto "Weise Kühe und dicke Bohnen". Mit dem Bauernmarkt am Sonntag, 2. September, und der Verlosung der Publikums-Preise findet das zweite Strohfiguren-Spektakel dann seinen krönenden Abschluss. raw "Ein Spalier von Knirpsen in weißer Kluft"

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