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100 Jahre St. Marien

„Es wird immer Marienkinder geben“

21.03.2010 | 17:55 Uhr
„Es wird immer Marienkinder geben“

Marienviertel. „Hier ist ein ganz anderes Flair, St. Marien ist anders, war anders und wird immer anders bleiben“, lautete der Kernsatz der Grußworte, die der Pastor der evangelischen Großgemeinde Hervest und Wulfen, Michael Laage, den Marienkindern zurief, die sich das ein oder andere Tränchen nicht verkneifen konnten.

Waren es Freudentränen über das 100-jährige Jubiläum, oder Tränen der Trauer über den anstehenden Verlust der Selbstständigkeit? Der Münsteraner Domvikar Stephan Sühling streifte das heikle Thema Fusion nur am Rande seiner ansprechenden Predigt. Aber es schwebte über dieser Feierlichkeit, die mit viel Liebe von den Frauen der Gemeinde bewirtet wurde und einmal mehr mit der hauseigenen Blasmusik zum musikalischen High-Light geriet. Weit mehr als 100 Gemeindemitglieder erfreuten sich daran und nicht wenige waren glücklich darüber, die emeritierten Pfarrer Wolfgang Schulte-Berge und Theo Bollrath begrüßen zu können. Beide hatten es sich nicht nehmen lassen, den 100. Geburtstag mit ihren ehemaligen Schäfchen zu feiern. Aber: Die Feier war auch Abschied. Pfarrer Vidas Vaitiekunas sitzt auf gepackten Koffern und sein evangelischer Kollege Michael Laag bedauerte es, dass künftig der west-östliche Dialog der beiden Geistlichen nicht mehr stattfinden könne.

Bedauerlich, wie Hans Frerick vom Pfarrgemeinderat sagte. Er versprach aber unter dem donnernden Beifall der Gemeinde, dass es immer Marienkinder geben wird. Die haben ihre eigene Geschichte und ihre eigene Identität. Auch in einer noch so großen Gemeinde. In den nächsten Ausgaben mehr dazu.

Jo Gernoth


Kommentare
22.03.2010
08:11
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