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Montessori-Schule

„Es summt und brummt“

14.02.2012 | 17:54 Uhr
„Es summt und brummt“

Dorsten.Aus dem Keller dringt fröhlicher Gesang. Oben wird geschnibbelt und geklebt. Rollenweise Alufolie ist hier verbastelt worden, um Ritter Rost eine Rüstung zu schneidern. Mit einem Musical um den Kinderbuchhelden (leider ein sehr ängstlicher Ritter) bringt die junge Montessori-Grundschule ihr bislang größtes Projekt auf die Bühne.

Genauer: Ins Zirkuszelt. Denn in der provisorischen Pausenhalle am Übergangsquartier der Montessori-Realschule in Wulfen werden die Kinder am 24. und 25. Februar ihr Stück (nur für die Schulgemeinde) aufführen.

In der laufenden Projektwoche aber wird in der Grundschule an der Juliusstraße intensiv gearbeitet. Eine Gruppe probt das Stück (alle Rollen sind doppelt besetzt), eine kümmert sich um Kulissen und Technik, eine schneidert und bastelt Kostüme und der Chor probt die Liedstücke. Erstmals seit der Gründung läuft eine Projektwoche unter „Vollbetrieb“ mit allen vier Jahrgängen und aktuell über 80 Kindern.

In dieser Woche gibt es an der Schule nichts anderes als den rostigen Ritter und die Vorbereitung aufs Musical. Die Lehrer selbst sind begeistert vom Engagement der Kinder. „Toll. Alle sind so beschäftigt. Es summt und brummt richtig und die Kinder singen den ganzen Tag mit großer Begeisterung“, lacht Lehrerin Sandra Grimm-Jandewerth.

Wichtiger Nebeneffekt der praktischen Arbeit ist das soziale Miteinander der Kinder. „Es passiert so viel in der Gruppe. Die helfen sich untereinander. Einige Kinder, die erst ein bisschen Angst hatten, wachsen über sich hinaus und sind stolz. Das ist echt schön. Da entwickelt sich wirklich ein gemeinsames Projekt“, hat Schulleiterin Birgitt Weßeling-Busch festgestellt.

Bis zum Ende der Woche soll die Aufführung stehen, die Generalprobe ist am Freitag geplant. Eine Woche Luft bis zur Aufführung hat sich das kleine Theater gegönnt, „damit wirklich alles fertig ist.“

Als Unterrichtsobjekt zur Mittelalterkunde taugt der zagende Ritter Rost allerdings nicht. „Der ist ja ein bisschen anders“, lacht Grimm-Jandewerth. „Am Ende ist es das Burgfräulein Bö, das alle vor dem frechen Drachen retten muss . . .“

Ludger Böhne

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