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Erinnerung an Fukushima

08.02.2012 | 18:06 Uhr

Dorsten.Vor einem Jahr explodierte in der Folge des Erdbebens und einer Tsunami-Flutwelle der Atommeiler im japanischen Fukushima. Zur Erinnerung an die Katastrophe rufen der Ortsverband der Grünen die Dorstener auf zu einer Mahnwache am kommenden Samstag, 11. Februar, ab 11 Uhr vor dem Alten Rathaus am Markt.

Um 10.45 wollen die Teilnehmer gemeinsamen ab Recklinghäuser Tor zum Marktplatzspazieren. Dort hatten sich auch in den Wochen nach dem verheerenden Unglück die Atomkraftgegner versammelt. Die Grünen erinnern nun daran, „dass die Schäden in Fukushima immer noch nicht beherrscht werden, ganz zu schweigen von den globalen Auswirkungen der radioaktiven Strahlung. Mit der Mahnwache wollen sie auch ein Zeichen des Protestes setzen gegen die Planungen von neuen Atomanlagen, etwa in den Niederlanden und Polen: „Im Falle einer Havarie wären auch wir betroffen.“ Infos zu den zentralen Kundgebungen , unter anderem in Gronau: www.ausgestrahlt.de

Der Atomunfall von Fukushima und die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Stromversorgung Dorstens hat zur Gründung der Initiative „Dorsten ohne Atomstrom“ geführt. Sie hat sich nun mit einem offenen Brief an den Bürgermeister und die Ratsfraktionen gewandt.

Vor der Entscheidung über den neuen Konzessionsvertrag erinnert sie daran, dass „sowohl die Bevölkerung als auch die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie mehrheitlich befürwortet“. Die Initiative formuliert deshalb folgende Anforderungen an den künftigen Betreiber des Dorstener Stromnetzes: Er sollte nicht selbst Atomkraftwerke betreiben. Er sollte beraten mit dem Ziel, den Stromverbrauch zu minimieren. Er sollte Maßnahmen unterstützen, die Stromabnahme dann ermöglichen, wenn die Energie besonders günstig zur Verfügung steht. Er sollte die Erzeugung aus regenerativen Quellen fördern und die Installation von (Mini)Blockheizkraftwerken unterstützen. Ziel soll eine nachhaltige, saubere und dezentrale Energieversorgung der Stadt sein.

Martin Ahlers

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