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Du willst immer nur „Humppa”

28.12.2008 | 15:55 Uhr
Du willst immer nur „Humppa”

Volles Haus beim traditionellen Weihnachskonzert im Holsterhausener „SO”. „One On One” und „Humppa con Panhas” sorgten für musikalische Abwechslung im adventlichen Allerlei.

Wir schreiben das Jahr 2008: Der uralte Dorfkern an der Hauptstraße hat schon so einige Höhen und Tiefen erlebt – inzwischen ist er um ein weiteres Gebäude geschrumpft. Nur die kleine Szenekneipe „SO” trotzt allen Wogen des Schicksals und mit ihr eine musikalische Tradition: „One On One & Friends” und in diesem Jahr erstmals „Humppa con Panhas” sorgten beim Weihnachtskonzert für erfrischende Abwechslung im von Weihnachtsliedern gelangweilten Ohr.

Vor gut gefüllter Kneipe starteten Rabea Kossack und Sebastian Bien von „One On One” ihr Set. Ob geschmeidig-eingängiger Duo-Gesang bei Bon Jovis „Livin' on a prayer” oder die kraftvolleren Klänge von „I wish I was a punkrocker” von Sandi Thom – auch in diesem Jahr gab es eine breite Palette eigens für den Duo-Gesang arrangierter Songs. „Dass ich mal 'Cryin at the discotheque' singen würde, hätte ich auch nie gedacht”, gestand Gitarrist Sebastian Bien kurz vor dem Song von Alcazar.

Beide bewiesen aber gemeinsam mit ihren „Friends” Kristoff Gött am Cajon (zu deutsch: Kistentrommel) und Hendrik Hemsing am Bass, dass es funktionierte.

Für den zweiten Teil des Abends bietet sich die Rezeptsprache an: Man nehme eine Portion finnische Polkamusik, westfälisch-urigen Panhas und mehrere musikalische Köche, die ihre Profession nicht allzu ernst nehmen – heraus kommt „Humppa con Panhas”.

„Es war die finnische Band Eläkeläiset, die bekannte englische Songs mit dem Polka-Rhythmus versehen hat und dann finnische Texte dazu komponiert hat”, erklärt Sebastian Bien, er wurde für das experimentelle Bandprojekt als Gitarrist angeworben.

Gemeinsam mit Hendrik Hemsing (Bass) und Dirk Knüfken (Drums) von „Meconium” sowie Johannes Hemsing am Akkordeon und Sänger Steffen Gött entsteht so ein eigentümlicher Sound – eingängig, rhythmisch, „humppa” eben. Titelraten inklusive.

„Humppacars” (frei nach Snow Patrols „Chasing Cars”), „Humppalaila”, Plain White T's „Hey there Delilah” oder gar „Humppaloch” („Arschloch” von den Ärzten) waren auch nach Aussagen des Publikums nicht leicht herauszuhören. „Nach jeder Probe gibt es eine Hausaufgabe”, erklärt Bien: „Neue Lieder suchen”.

Und weitere Ideen gibt es auch schon: „Wir haben die Original-Texte erstmal beibehalten, vielleicht bringen wir da noch mal 'nen westfälisch platten Ton 'rein”, so der Gitarrist. Das Publikum indes wippte unverdrossen weiter, den Blick fest auf „Humppa-nachten” gerichtet.

Jens Dolle



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