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Drill-Instructor Morris Lee aus Dorsten macht im "Cinderella-Camp" bei RTL faule Frauen fit

15.08.2012 | 15:22 Uhr
Drill-Instructor Morris Lee aus Dorsten macht im "Cinderella-Camp" bei RTL faule Frauen fit
Er ist hier der Boss: Morris Lee.Foto: André Elschenbroich

Dorsten.   Morris Lee, ein Mann wie ein Berg, könnte auch gut in einem Boot-Camp der US-Army die Rekruten drillen. Doch derzeit ist der muskelbepackte Fitness-Coach im Fernsehen unterwegs: Im "Cinderella-Camp" des Fernsehsenders RTL verhilft er in dieser Woche vier unglücklichen Frauen zum Glück. Gelingen soll das mit schonungloser Offenheit: "Wenn eine zu dick oder zu faul ist, dann sage ich ihr das auch."

Morris Lee ist ein Mann wie ein Berg . Der 42-jährige Fitness-Papst und Personalcoach ist damit beschäftigt, vier Frauen im „Cinderella-Camp“ des Privatsenders RTL die Illusion zu rauben, dass sich ihr Körper ohne Drill und Disziplin zum sportlichen Ideal verändern würde.

Wie sieht das Programm des aus den USA stammenden Trainers aus, und was bringt es?

Morris Lee selbst ist ein Mensch von der Sorte, die locker das Schaulaufen an den Stränden dieser Welt übersteht. Ohne T-Shirt, versteht sich. Muskelbepackt, dezent tätowiert und die typische „Yarhead-Frisur“: Lee inszeniert den „American Way of Fitness“ und sich selbst. „Ich will, also kann ich auch alles erreichen, was ich will“, lautet die Philosophie. John Wayne und der Terminator lassen grüßen.

Da hilft kein Lamentieren

Im Kreis dieser leuchtenden Vorbilder des „Personalcoach“ befindet sich eine dritte Figur: Der Drill-Instructor. Ja, das sind diese gar nicht witzigen Figuren, die mit einem Yogi-Bär-Hut auf dem Kopf und derben Sprüchen den Rekruten der US-Army systematisch den Spaß verderben und ihr Klientel an Grenzen führen. In den USA haben diese Zeitgenossen auch in Boot-Camps ihren großen Auftritt: Dort werden unter anderem notorische Schwarzfahrer durch den Drill-Instructor wie Dreck behandelt, um im restlichen Leben eine Fahrkarte zu lösen.

Magazinsendung Punkt 12

Eine Rolle, die Morris Lee in dieser Woche im Rahmen der Magazinsendung Punkt 12 mit inniger Hingabe gibt und dabei vier unglücklichen Frauen zum Glück verhilft. „Man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen. Die Frauen jammern und sind mit ihrem Körper und ihrem Körpergefühl unzufrieden. Da hilft kein Lamentieren, sondern nur harte Arbeit. Das ist mein Part“, sagt Morris Lee, der Gnadenlose.

Die vier Frauen wollen ihr Leben verändern und sind freiwillig im „Cinderella-Camp“, obgleich die Vermutung aufkommt, dass die Ladies nicht so ganz genau wussten, was ihnen alles blüht. „Schonungslos ist meine Analyse. Wenn eine zu dick oder zu faul ist, dann sage ich ihr das. Es ist ja auch ein Psychologe mit im Boot. Ich breche Widerstände. Nur durch das Brechen dieser Charakterzüge öffnen sich neue Wege“, sagt Morris Lee.

Ein hartnäckiger Fan von ungesundem Essen

Glaubt der Mann das wirklich, was er da sagt? „Ja, der ist so drauf“, weiß WAZ-Fotograf André Elschenbroich zu berichten, der sich dem „Elsch-Test“ stellte und über ein halbes Jahr mit Lee Körpergefühl und Fitness verbessern wollte. „Ich bin ein hartnäckiger Fan von ungesundem Essen. Daran und an meiner Stoa muss jeder Coach scheitern, aber einige Dinge von Morris Theorien wirken schon nach“, sagt Elschenbroich.

Elsch im Ring...

Ganz sicher wird sich auch eine der Kandidatinnen aus dem Cinderella-Camp an den harten US-Boy für immer erinnern: „Ich habe sie im Treppenhaus mit einfachem Treppensteigen fertig gemacht. Ich habe sie provoziert und beschimpft. Wenn die Kamera nicht läuft, ziehe ich das bis zum Erbrechen durch. Das ist wörtlich zu nehmen.“, sagt er. „Sie war jedenfalls total am Ende und hat festgestellt, dass nach dieser Erfahrung etwas Neues kommt und der Körper viel intensiver wahrgenommen wird. Hat man diesen Punkt erreicht und trainiert systematisch, dann ist viel gewonnen. Wer dann noch auf seine Ernährung achtet und die Fett- und Zuckeraufnahme reduziert, der ist auf einem guten Weg .“ Seine Show sei übrigens nicht gestellt, sondern es gehe tatsächlich zur Sache.

Im Matschparcours

Ob es Sinn macht, eine Diskussion über die ethischen Aspekte einer derart gelagerten Trainingsphilosophie zu führen, bleibt offen. Die knallharte Nummer des Morris Lee scheint auf jeden Fall anzukommen. Er ist als Personal-Coach gefragt und konkrete Angebote über weitere TV-Engagements liegen nach Angaben des Zuchtmeisters in Sachen Fitness schon vor.

Jo Gernoth

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Kommentare
16.08.2012
12:50
Drill-Instructor Morris Lee aus Dorsten macht im
von foxtrott | #2

Und noch ein eindimensionaler Langweiler, der wahrscheinlich zu wenig liebgehabt wurde ;-)

16.08.2012
10:27
Drill-Instructor Morris Lee aus Dorsten macht im
von Forumspolizei | #1

man fragt sich immer, wie solche agressiven Figuren wohl selbst behandelt werden wollen.

1 Antwort
Drill-Instructor Morris Lee aus Dorsten macht im
von Mirage | #1-1

das sind exakt die, die sich wohlig winselnd am Wochenende von einer sachkundigen Domina demütigen und erniedrigen lassen. Und bevor sich die Zensur wiedereinmal sachunkundig versteigt dies zu löschen: lesen Sie bitte zunächst einmal die gängigen wissenschaftlichen Berichte hierzu. Psychologie kann man als Wissenschft nunmal nicht verleugnen.

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