Dorstener müssen Weihnachtsgottesdienst im Zelt feiern
25.12.2008 | 12:07 Uhr 2008-12-25T12:07:00+0100Dorsten. Der Brand in der St. Bonifatiuskirche sorgt für Entsetzen. Pfarrer Reinhard Vehring ist fassungslos. An Gottesdienste ist in der verrußten Kirche nicht zu denken. Gepredigt wird nun unter freiem Himmel.
Sichtlich bewegt schließt Pastor Reinhard Vehring die Tür seiner Kirche auf. Die letzten Fissel des Absperrbandes der Kripo kleben noch am Türrahmen der St.Bonifatius-Kirche. „Es ist unglaublich”, flüstert der 52-Jährige nachdenklich.
Am Montag gegen 15 Uhr war der Pfarrer auf dem Weg ins Gotteshaus an der Annettestraße, als er plötzlich düstere Wolken sah. „Als ich dann die Tür öffnete, sah ich nur noch dunklen Rauch”, berichtet Vehring. Er alarmierte sofort die Feuerwehr, die ihm kurze Zeit später berichtete, dass der Brand in der stets geöffneten Kirche an zwei Stellen ausgebrochen sei. „Das spricht für Brandstiftung”, sagt der Pfarrer.
Seit Beginn der Adventszeit wird das Gotteshaus Schritt für Schritt zum Stall umgebaut. Das Thema der Adventszeit in der Gemeinde lautet: „Wir sind der Stall.” In den drei Gottesdiensten am Heiligen Abend sollte die Krippe mit den Gemeindemitgliedern fertiggestellt werden.
Glück im Unglück
Auf den Stufen zum Altar hatte an zwei Stellen Stroh gelegen, auf denen sowohl die Krippenfiguren Maria und Josef als auch die Krippentiere standen. „Beide Strohstellen brannten”, erklärt Vehring. „Ich glaube nicht, dass diese Leute wissen, was sie angerichtet haben”, fügt er hinzu. Dabei sei es sogar noch Glück im Unglück, dass Vehring seine Kirche betrat, maximal eine halbe Stunde nachdem das Feuer ausbrach. „Hinter den beiden Strohstellen standen Tannenbäume, die Decke der Kirche ist aus Holz. Hätte ich den Brand später bemerkt” – dann stockt der Pfarrer und sagt kaum hörbar und fassungslos „Das will ich mir gar nicht vorstellen ...”
Wochenlang werde er keinen Gottesdienst in der Kirche feiern können. Zwar erklärten sich spontan zahlreiche Gemeindemitglieder bereit, ehrenamtlich und rasch die Kirche zu reinigen, doch der enorme Aufwand sei nicht zu stemmen. Eine professionelle Reiningungfirma müsse beauftragt werden, die Säuberungsarbeiten werden Wochen, vielleicht Monate dauern. „Allein die Orgel von dem feinen Brandstaub zu befreien, dauert ewig”, sagt Vehring.
Gottesdienst im Zelt
Heiliabend wird auf dem Kirchenvorplatz ein großzügiges Zelt stehen, in dem die Gemeindemitglieder dennoch Gottesdienst feiern können (16 Uhr, 18 Uhr und 22 Uhr). Pfarrer Vehring glaubt, dass trotz der widrigen Umstände viele Gemeindemitglieder kommen werden. Die Gemeinde rät, sich warm anzuziehen und eventuell sogar eine Decke mitzubringen. Stühle und Bänke werden bereit stehen, aber sicherlich nicht ausreichen. „Es wäre schön, wenn die Gottesdienstbesucher ein Teelicht im Glas mitbringen könnten”, bittet Vehring. Auf Orgeltöne muss zwar verzichtet werden, doch der Pastor ist sich sicher, dass es trotzdem feierlich wird.
Auf die sofort angebotene Hilfe benachbarter Gemeinden wie St. Antonius oder der Evangelischen Gemeinde wurde ganz bewusst verzichtet. „Wir hätten dann natürlich die Gottesdienstzeiten ändern müssen, das hätte mit Sicherheit ein Chaos gegeben”, begründet Vehring.
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11:12
Mein Kommentar # 39 war meine Meinung und bezog sich nicht auf # 36. Wäre das so gewesen hätte ich das mitgeteilt.
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09:17
Der Multikulturalismus von heute ist der BürgerInnenkrieg von morgen!
07:17
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21:57
Viel plausibler als Moslems sind: Nazis oder linksradikale Antifaschisten oder Autonome. Beiden ist das Christentum verhasst #33 ist ein Hint auf Nazis. Wer sonst trauert alten Germanengöttern hinterher und könnte was gegen den hl. Bonifatius haben? Brandstiftung ist allerdings eher ein Spezialität von Autonomen.