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Neujahrsempfang

„Die Oma wird gehegt und gepflegt“

02.01.2011 | 13:35 Uhr
„Die Oma wird gehegt und gepflegt“
Am Sonntag veranstaltete der Löschzug Hervest in Dorsten einen Neujahrsempfang. Der anderthalbjährige Theo blickt voller Erwartung, was ihm 2011 bringen wird. Foto: André Elschenbroich / WAZ FotoPool

Hervest-Dorf.Auf ein ruhiges Jahr 2010 blickte die Feuerwehr im Dorf Hervest bei traditionellen Neujahrsempfang im Gerätehaus zurück. Dabei wollte sich der Löschzug „von seiner anderen Seite zeigen.

Eingeladen seien stets alle Bürger, aber die Ehrenmitglieder standen besonders im Mittelpunkt.

Rund 100 Personen zählt die „fixe Gruppe“ aus Freunden und Förderern der Wehr, so der Hauptbrandmeister. „Sie sind der Feuerwehr besonders verbunden“, der Neujahrsempfang diente daher auch als Dankeschön für die Hilfe; ebenso der übliche Maigang, den es auch 2011 wieder geben wird.

„Zum Glück nichts außergewöhnliches“, bilanzierte Löschzugführer Markus Günther das vorige Einsatzjahr. Im Juli hatte die Wehr die Folgen einer Windhose abzuarbeiten, die durchs Dorf fegte. Beim Hochwasser in Metelen halfen die Hervester. Ansonsten blieben sie von größeren Brand- und Unglücks-Einsätzen verschont. Bei einer Orientierungsfahrt im Kreis Warendorf beim befreundeten Löschzug Wadersloh machten die Hervester mit dem 13. den besten Platz unter den Ortsfremden.

38 Aktive zählt der Löschzug aktuell („der Durchschnitt der vorigen Jahre“), hinzu kommen die zwölf Mitglieder der Ehrenabteilung, die für die Über-60-Jährigen reserviert ist.

„Technisch sind wir auf dem neuesten Stand“, versicherten Funke und Günther. „Eine große Baustelle“ war der Um- und Ausbau des Gerätehauses, den die Ehrenamtlichen im Januar 2006 nach erheblicher Eigenleistung abschließen konnten. Drei Fahrzeuge stehen dort bereit, im Mai 2009 kam als neuestes ein Tanklöschfahrzeug hinzu.

Baulich fleißig war die Wehr im vorigen Jahr dennoch: Eine separate Fläche für eine Garage pflasterte der Löschzug, ein Anhänger und Werkzeug sollen dort auf Dauer lagern.

Aber sie blicken auch weit voraus: Anfang September des nächsten Jahres feiert die Wehr ihr 100-jähriges Bestehen. „Der Festausschuss trifft sich bereits regelmäßig“. Funke betonte: „Das Programm steht aber noch nicht komplett.“ Eine Festschrift ist bereits in Arbeit, es soll aber auf jeden Fall ein großes Fest mit den Hervestern geben.

Fest steht auch, dass der Löschzug seine „Oma“ weiter hüten will. Der Mercedes LF 16, Jahrgang 1965, wird weiter „gehegt und gepflegt“. Zu Jahres- und Sternfahrten holen die Hervester das rote Mobil aus der Halle: „Die Oma muss regelmäßig bewegt werden. Vom Herumstehen geht ein Auto kaputt.“

Andreas Rentel

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