Die Kehle durchschnitten
04.05.2010 | 17:11 Uhr 2010-05-04T17:11:00+0200
Dorsten/Essen.„Rache“, so sagte sie kurz nach der Tat, sei ihr Motiv gewesen. Rache, weil er ihr drei Monate lang so viel angetan habe. Deshalb will die 31-Jährige in der Nacht des 13. Oktober, mit 2,65 Promille Alkohol im Blut, eine Bierflasche zerschmettert und ihrem Freund in dessen Wohnung mit einer Scherbe die Kehle durchschnitten haben.
Zwei Schnitte versetzte sie ihm, fünfzehn und siebzehn Zentimeter lang, einer vier Zentimeter tief. Wegen heimtückischen Mordes muss sich die Frau seit gestern vor dem Essener Schwurgericht verantworten.
„Ich bin nicht die Stärkste“, sagt sie über sich. „Da haben aber manche Angst vor Ihnen“, weiß Richter Andreas Labentz aus der Akte. Die Kammer wird Zeugen hören, die laut Anklage, weitere rabiat aggressive Wutanfälle der 31-Jährigen im Alkoholnebel zu spüren bekamen.
Die Kapuze tief in die Stirn gezogen, eine lange Haarsträhne vors Gesicht gezogen, betritt die Angeklagte den Saal. Sie will reden, beschreibt mit leiser, tiefer Stimme, wie sie das spätere Opfer kennenlernte: „Er bot Brötchen an.“ Schnell wurden die beiden ein Paar - für drei Monate. Alkohol und Drogen bestimmten den Tag. „Zum Frühstück gab es eine Flasche Bier“, berichtet die 31-Jährige.
Sie habe immer wieder gehen wollen, zurück zum früheren Freund nach Gladbeck. Doch der Dorstener habe sie nicht weggelassen, sogar die Tür versperrt. Außerdem habe er sie immer wieder vergewaltigt, getreten und geschlagen. „Wenn der mich abgefüllt hat dann kann der doch nicht an mich dran gehen, wenn ich penne“, sagte sie der Polizei.
Im Prozess kann sie sich nicht mehr an die eigentliche Tat erinnern. „Zum Glück war ich in der Kirche“, schilderte sie den Morgen bei den Beamten. Mit dem Freund sei sie dann zur Bewährungshelferin nach Gladbeck gefahren. Zurück in Dorsten ließen sich Beide zum Gelage nieder, das in der Bluttat endete. Nicht zum ersten Mal zerschlug sie eine Flasche im Vollrausch, um einem Freund in den Hals zu schneiden. Eifersucht soll in diesem Fall der Grund gewesen sein, dass sie ihm in ihrer damaligen Gladbecker Wohnung einen zwölf Zentimeter langen Schnitt versetzte. Der Mann überlebte. „Wenn ich besoffen bin“, gestand sie der Polizei „ werfe ich öfter mit Flaschen.“
22:23
man man ,das zweite mal so eine tat ... die gehört doch weg geschlossen .... und ein mann eine vergewaltigung anhängen ist doch kein kunst stück heute ....