"Deutsche im Kriegseinsatz"
15.11.2009 | 16:43 Uhr 2009-11-15T16:43:00+0100
Holsterhausen. Wolken verhangener Himmel, Regen und ernste Gesichter: Ein Szenario vor dem Ehrenmal in St. Antonius, das dem Anlass des Volkstrauertages gerecht wird.
„Wir gedenken hier den Gefallenen Soldaten zweier Weltkriege und müssen feststellen, dass es wieder Deutsche Soldaten gibt, die im Kriegseinsatz sind”, mahnte der Pfarrer von St. Antonius, Dr. Carsten Roeger durchaus provokant. Roeger führte weiter aus, welche Reichweite der Einsatz am Hindukusch habe: Neben der Verletzung des Körpers werde bei nicht wenigen Soldaten das ganze Leben verändert. Beziehungen gehen zu Bruch, Traumatisierungen und vieles mehr stürme auf die Kombatanten ein. „Historiker und ihre Erkenntnisse sind in diesem Zusammenhang so gerne gesehen, wie Bikiniverkäufer an einem FKK-Strand”, fuhr der Geistliche fort.
Worte, die ganz offensichtlich nachdenklich stimmten. Nach Roegers Ansprache wurde mit militärischem Zeremonell ein Kranz durch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst niedergelegt. Mit den Klängen des Liedes vom Kameraden wurde der mit weißen Rosen verzierte Kranz am Mahnmal niedergelegt. Vertreter der Schützen, der Reservisten und aktive Soldaten salutierten und gedachten auf ihre Art an die gefallenen Kameraden, die allerdings auch immer Kind oder Eltern waren und schmerzvolle Lücken im Leben ihrer Angehörigen hinterlassen haben.
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