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Der Mönchsberg Athos: Eine fremde, faszinierende Welt

16.03.2011 | 16:42 Uhr
Der Mönchsberg Athos: Eine fremde, faszinierende Welt
Foto: Ulrich Brenscheidt

Hervest. Elfmal hat der Dorstener Weltenbummler Ulrich Brenscheidt den griechischen Mönchsberg Athos besucht. Auf der Deele des Heimatvereins Dorf Hervest (Tenderichstraße) hält er darüber am Donnerstag (17. März, 19 Uhr) einen Diavortrag in Überblendtechnik.

Seit mehr als tausend Jahren leben orthodoxe Mönche zurückgezogen auf dem heiligen Berg. Was ist die Faszination an Athos? „Das Eintauchen in die Welt des Mittelalters, besser gesagt in die byzantinische Welt mit der Kultur des alten christianisierten Oströmischen Reiches“, sagt Brenscheidt.

Seit 1981 lässt ihn der Athos nicht mehr los. Elf Mal war er dort, vier mal ist er mit dem Auto angereist. Über Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Italien und natürlich Griechenland. Vier mal ist er vom Meeresspiegel bis zum Gipfelkreuz (2033 Meter hoch) gewandert. Einmal fiel Schnee. Brenscheidt übernachtete auf 1500 Metern Höhe in einer Kapelle und kehrte am nächsten Tag um.

Athos ist bis heute schwer zugänglich. Wer den Berg betreten will, braucht Empfehlung eines Pfarrers und der deutschen Botschaft, wird von der griechischen Polizei überprüft. Nur zehn Ausländer dürfen täglich dorthin. Frauen und Kindern ist der Zutritt nicht erlaubt. Den Besucher erwartet eine byzantinische Welt. Es gibt kein elektrisches Licht, kein Fernsehen, keine Autos. Und: Es gilt noch der Julianische Kalender. Brenscheidt: „Für mich ist Athos heute die Schnittstelle, die früher am Bosporus in Byzanz, dem heutigen Istanbul, lag.“

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