Der Erfolg des Stadtumbaus hängt an 450 000 Euro
30.08.2010 | 17:56 Uhr 2010-08-30T17:56:00+0200
Barkenberg.Ob das Großprojekt Stadtumbau ein Erfolg wird, könnte sich tatsächlich an 450 000 Euro entscheiden. So hoch ist der Eigenanteil der Stadt für den vierten und letzten Bauabschnitt mit dem Abriss der Schiefergruppe (Himmelsberg 25-31).
Der – Stand letzte Woche – darf aus verschiedenen Gründen nicht von der Stadt aufgebracht werden. Die Hoffnung, der bisher starke Umbau-Partner LEG könnte einspringen, scheint sich zu zerschlagen. Bereits Anfang August habe der Wohnungskonzern für diese Möglichkeit ein Absage erteilt, heißt es in einem Bericht der Verwaltung für den Planungsausschuss (tagt am 7. September).
Ob die Stadt doch einen Kredit für den Eigenanteil aufnehmen darf, wird in dieser Woche mit Bezirks- und Landesregierung diskutiert.
Insgesamt geht es im nun diskutierten vierten Bauabschnitt um den Abriss der letzten hohen Betonburgen mit nennenswerten Leerständen im Kerngebiet von Barkenberg. Die Gesamtkosten dafür liegen bei 2,3 Mio Euro, davon kommen 1,8 Mio aus dem Landesprogramm Stadtumbau. Dieser Teil des Projekts wurde schon reduziert. Ursprünglich sollten Gebäude zurückgebaut werden.
Bleibt die Schiefergruppe jedoch stehen, „bedeutet dies in der Konsequenz eine unvollkommene Beendigung des geförderten Stadtumbaus“, so die Verwaltung. Das „unvorhergesehene, frühe Ende des Stadtumbaus könnte die bislang hohe Zustimmung zu den Maßnahmen gefährden.“ Ob dann die Ziele überhaupt erfüllt sind, darauf habe der Zuschussgeber hingewiesen, müsse überprüft werden.
Eine schlechte Nachricht gibt’s auch fürs Generationen-Projekt Blaue Schule. Ein interessierter Investor ist abgesprungen. Nur ein Unternehmen zeige sich derzeit interessiert.
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