Das Lippetor hat ausgegammelt
28.07.2010 | 16:59 Uhr 2010-07-28T16:59:00+0200
Dorsten. Das gammelnde Lippetorcenter (seit zehn Jahren insolvent) wird am Freitag einen neuen Besitzer bekommen.
Formal wird es zwar um 11 Uhr im Amtsgericht Dorsten zwangsversteigert. Hinter den Kulissen jedoch ist Investor Herbert Krämer (hkm Management AG Bergisch-Gladbach) längst mit der Sachsenbank als Hauptgläubiger des seit zehn Jahren insolventen Zentrums über Kauf und Preis einig. Seit einiger Zeit trägt er bereits die laufenden Kosten für den Standort.
Projektentwickler Krämer interessierte sich bereits seit 2008 für das Objekt. In Bergisch-Gladbach betreibt er zwei ähnliche Center. Seine Dorstener Pläne hat er erst vor einigen Wochen vorgestellt. Hier will er nach dem Abriss auf der Grundfläche des alten Gebäudes ein neues Einkaufscenter mit etwa 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Ein Jahr kalkuliert er für die Planungsphase und Verhandlungen mit Mietern, ehe der Bau beginnen kann.
Für den Fall, dass die hkm-Pläne nicht verwirklicht werden können, sichert sich die Stadt ein (günstiges) Vorkaufsrecht, um die Leidensgeschichte des alten Centers auf jeden Fall zu beenden.
07:20
Hop oder Top. Wenn das heute nix wird mit der Versteigerung muss der Kämmerer ran an den Tresor im Keller vom Rathaus und die vielen, vielen Geldbündel rausholen für den Plan B (Stadt sichert sich millionen-günstiges Vorkaufsrecht).
17:23
@wunderlos: Zunächst einmal würde ein Umzug größerer Geschäfte aus der Innenstadt in das Lippetorcenter keinerlei Probleme lösen, sondern die Leerstände nur in die Innenstadt verschieben. Gesucht sind attraktive Ankermieter mit einem Sortiment, das komplementär ist zu dem der bisher vorhandenen großen Geschäfte in der Stadt. Diese Ankermieter sind für das bestehende, marode Gebäude sicher nicht zu gewinnen. Daher auch der Plan eines Neubaus.
Im Übrigens ist das Central Kino in Holsterhausen inzwischen nicht mehr pleite. Das Insolvenzverfahren wurde beendet und das Kino wird inzwischen von der Apollo Kino GmbH aus Gelsenkirchen betrieben. Dennoch wäre die Integration des Kinos in einen Neubau sicher eine Überlegung wert, zumal das Kino selbst auch eine Renovierung nötig hätte.
11:08
das riecht schon wieder nach LORMO
08:48
Welche Millionen? Die Kosten wurden doch bereits, wie im Artikel beschrieben, hauptsächlich von dem Investor getragen.
Ich finde die Idee gut.
Finde aber auch, dass ein rund-um-neuanstrich dem Center guttun würde. Im Grunde bräuchten nur die größeren Geschäfte wie H&M, C&A und Rossmann etc ins Center ziehen, um die Besucherscharen anzulocken.
Das Holsterhausener Kino, welches pleite ist, würde in der Innenstadt auch um einiges mehr Gewinn machen. Vorallem, weil dort die Busanbindung viel besser sind und es nicht so weit außerhalb ist.
Oder man packt Fitnessstudios darein.
Ich weiß gar nicht, was so schwer daran ist.
Kik ist ja schon ein gutes Beispiel, dass solche normalen Geschäfte genug Leute anlocken um die Miete bezahlen zu können.
Aber Dorsten ist dafür einfach wieder zu verklemmt oder zu langsam, oder, sorry, einfach zu blöd.
17:40
Wo hat den die Stadt Dorsten die Millionen plötzlich her? Vom Verkauf des Freibads übrig geblieben?