Das „Leo“ bekommt eine GmbH
10.02.2012 | 17:41 Uhr 2012-02-10T17:41:00+0100Dorsten.Eine gemeinnützige GmbH soll Trägerin des auf dem Zechengelände geplanten soziokulturellen Zentrums „Leo“ werden. Der Jugendhilfeausschuss stimmte in dieser Woche entsprechenden Plänen zu. Danach soll die Stadt künftig 51% der Anteile halten, die evangelische Kirche 32%, die katholische Kirche 12% und weitere Träger der Jugendhilfe 5%.
Entsprechend dieser Anteile sollen sich dann künftig auch die Betriebskosten auf die Gesellschafter verteilen. Da hat die katholische Kirchengemeinde St. Josef aber bereits abgewunken. Wie der Erste Beigeordnete Gerhard Baumeister dem Ausschuss mitteilte, habe die Gemeinde der Stadt Ende Januar nach langen Verhandlungen mitgeteilt, dass sie keine zusätzlichen Betriebskosten aufbringen könne, da sie ja bereits das ToT St. Josef finanziere. Die evangelische Kirche will sich in Höhe der bisherigen Eigenleistungen beim Übergangsprojekt „Förderturm“ in Hervest an den laufenden Betriebskosten beteiligen.
Mit der katholischen Kirchengemeinde will die Stadt nun weiter verhandeln, wobei sowohl Christian Heddier für die CDU als auch Hans-Georg Wiemers für die SPD klar gemacht haben: „Die Betriebskosten müssen an das Stammkapital gekoppelt werden.“ Das Stammkapital der Trägergesellschaft soll 25 000 Euro betragen, aufgeteilt auf die Anteile der jeweiligen Träger.
Mechthilde Banach von den Grünen schlug vor, für die restlichen 5% die muslimische Gemeinden zu begeistern. Das hat die Stadt auch vor, sobald der Gesellschaftervertrag mit den übrigen Beteiligten unter Dach und Fach ist. Sollten sich für diese 5% keine andere Kirche oder ein Träger der Jugendhilfe finden, sollen sie auf evangelische und katholische Kirche verteilt werden.
Auch die personelle Ausstattung des soziokulturellen Zentrums ist schon geregelt. Die Stadt will eine halbe Geschäftsführerstelle sowie eine halbe pädagogische Fachkraftstelle finanzieren. Der Verband der ev. Kirchengemeinden bringt eine Fachkraftstelle und eine halbe Streetworkstelle vom „Förderturm“ mit.
Für die weiteren Verhandlungen über die GmbH kann sich die Stadt noch Zeit lassen, denn vor 2014, spätestens 2015 wegen der EU-Mittel, wird es nichts mit dem „Leo“.
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