„Das ist für uns etwas Großes“
21.10.2010 | 15:25 Uhr 2010-10-21T15:25:00+0200
Rhade.Sie arbeiten Hand in Hand. Aber da muss Franz Dumpe (56) seinen Vorstandskollegen Klaus Rekers (51) doch korrigieren: Nicht 54, sondern 56 Kurse und Gruppen präsentiert die Sportgemeinschaft Jagus (Judo, Abenteuer, Gymnastik und Spaß) wenn sie am Sonntag ihr neues Gesundheits- und Rehasportzentrum vorstellt. „Wir hatten zwei vergessen”, lacht Dumpe.
Der Verein – 450 Mitglieder und damit zuletzt an der Grenze der Kapazität – rüstet sich mit dem neuen Domizil im früheren Lebensmittelgeschäft Schneider an der Urbanus-Kirche für Wachstum. Die Marke von 500 Aktiven soll mit den neuen Angeboten noch in diesem Jahr geknackt werden. 25 der 56 Gruppen und Kurse sind neu im Programm.
Rhade, sagt Franz Dumpe, sei sozusagen Dorstens Sport-Brennpunkt. Von stadtweit gut 120 Sportvereinen seien 30 in Rhade zu finden bei 7000 Einwohnern: „Wer hier keinen Sport findet – der will auch keinen.“ Infos:
www.sg-jagus-rhade.de
Jagus entstand 1979 als Judo-Verein, stellte sich ab 2002 breiter auf. Genutzt wurden Turnhallen und Räume im Tennisheim. Die Räume waren längst zu klein, um weiter zu wachsen. „Zu viele Jugendliche und Leute im Reha-Bereich sind aus Rhade abgewandert”, sagt Dumpe. Dann das Angebot, den Laden Schneider zu pachten. Es soll helfen, die „Sport-Flüchtlinge“ im Dorf zu binden.
Mit viel Eigenleistung haben die Jagus-Aktiven aus dem früheren Lebensmittelgeschäft eine Sportstätte gemacht. Das Kühlhaus zu Duschen umgebaut. Geld investiert in den Gerätepark für Kraft- und Ausdauersport (Dumpe: „Das soll auch Jugendliche ansprechen, damit die nicht aus Rhade heraus müssen”). In einen großen Saal mit Spiegeln, Gelenke schonendem Schwingboden, Musik- und Lichtanlage. Platz genug auch für Spinning-Räder. Das schweißtreibende Strampeln im Saal ist beliebt. Hundert Teilnehmer zählen allein diese Sportgruppen.
Das neue Zentrum ist kein Club, sondern reines Vereinsheim. Es gibt keine freien Trainingszeiten, sondern feste Gruppenstunden. Zu jeder Gruppe gehört ein ausgebildeter Trainer. Derzeit gibt es 23 Übungsleiter, dazu acht jugendliche Gruppenhelfer aus dem eigenen Vereinsnachwuchs. Dumpe: „Darauf sind wir ziemlich stolz. Dass ein Verein so viel Personal hat, sucht seinesgleichen.”
Dass die Trainingsstätte mitten im Dorf liegt, passt prima. Jagus will auch Kontaktstelle sein für Stamm- und Neubürger, für alte und junge Rhader: Der Verein hat Angebote ab einem Alter von drei Jahren. Die älteste Sportlerin ist 88.
Auf das fertige Projekt – seit einer Woche in Betrieb – sind die Macher ziemlich stolz: „Für so einen kleinen Verein wie uns ist das hier etwas Großes“, lacht Franz Dumpe.
13:09
Hallo Andrea,
da kann man ja richtig neidisch werden - hier bei uns in Dortmund hat man das immer noch nicht kapiert! Tolle Leistung ...
19:45
prima das es das in Rhade gibt ! Es sind auch wirklich super nette Leute die auch eine Menge für Kinder machen ! Weiter so ... Man bedenke auch die Eigenleistung die hier eine grosse Rolle spielt.