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CDU Wulfen: Bedenken zur Forensik

30.10.2012 | 15:43 Uhr
CDU Wulfen: Bedenken  zur Forensik
Schacht 9 des Bergwerks Auguste Viktoria in der Hohen Mark: Hier soll die Forensik entstehen.Foto: Hans Blossey

Wulfen/Lippramsdorf. Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Wulfen/Deuten teilt die Kritik der CDU Haltern am See am geplanten Forensikstandort auf dem Gelände des Wetterschachtes Auguste Viktoria 9 an der Dorstener Stadtgrenze.

„Die Kritik unserer Halterner Parteifreuden tragen wir mit“, unterstreicht Wulfens CDU-Chef Hans-Peter Jungblut. Es fehle Transparenz bei der Entscheidung der grünen NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Bis heute ist nicht begründet, warum für diesen Standort und gegen andere Standorte entschieden wurde“, bemängelt Dorstens CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff.

„Völlig inakzeptabel“ ist für die CDU das Verhalten der RAG. „Wenn sie solche Grundstücksgeschäfte hinter dem Rücken einer Stadt als ihren Beitrag zum Strukturwandel sieht und einen Forensikstandort als Abschiedsgeschenk präsentiert, dann läuft in diesem Konzern etwas falsch“, betont der stellv. CDU-Ortsverbandsvorsitzende Günter Lück.

Der CDU-Ortsverband Wulfen/Deuten greift das Thema bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 15. November (ab 20 Uhr Hotel Humbert, Wulfen) auf. Alle Bürger sind dazu eingeladen. Referent ist der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Josef Hovenjürgen, der im Kontakt mit dem NRW-Gesundheitsministerium und der RAG steht.

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Kommentare
30.10.2012
23:46
CDU Wulfen: Bedenken zur Forensik
von Ausrufezeichen | #2

„Die Auswahl erfolgte in enger Abstimmung mit den Gemeinden.“ sagte Frau Ministerin Steffens am Dienstag.
Ebenso wurde verlautbart „Auch wenn die wenigsten Städte daraufhin gleich selbst Grundstücke für den Bau einer Klinik angeboten haben, so hat doch die Mehrheit zu erkennen gegeben, dass sie die Notwendigkeit dieser Maßnahme sieht“, so Steffens.

Man erfährt unschwer, dass im November 2011 alle Gemeinden in NRW angeschrieben wurden und sogar sechs Gemeinden geeignete Grundstücke angeboten hatten. Diese Angebote wurden jedoch kommentarlos ausgeschlagen. Gleichzeitig kann man am 27.10.2012 in der WAZ lesen: „Wald müsste für Forensik weichen“ als Ergebnis einer Begehung des Geländes durch einen CDU- und einen SPD-Landtagsabgeordneten.

Soweit ich weiß, gab es auch Alternativvorschläge aus Haltern, zudem es dort bereits eine ähnliche Einrichtung auf der Haardt bereits gibt.

Das passt zu den Grünen:
Ganze Wälder alternativlos umlegen aber in der Stadt für jeden Baum protestieren.

30.10.2012
17:48
Politpopulismus vom Feinsten
von Pilger | #1

Es läuft doch immer nach demselben Schema ab: Baut eine Forensik ...aber bitte nicht vor meiner Haustüre. - Baut Überlandleitungen... aber bitte nicht in Sichtweite unseres Dorfes. Baut die Straßen aus... aber bitte keine Autobahntrasse in unserer Nachbarschaft…

Die Gründe, die die Kritiker an zukünftigen Standpunkten forensischer Einrichtungen anbringen, sind alle nachvollziehbar. Aber so wahrhaftig sie auch klingen, ihr Ursprung ist rein egoistischer Natur. Alternativen werden nämlich keine genannt.

Das, was Wulfener und Halterner Christen und Demokraten in Sachen Foensik gerade veranstalten, ist nichts als blanker Populismus - Schüren von Ängsten in der Bevölkerung für ein paar Sympathiepunkte.

1 Antwort
CDU Wulfen: Bedenken zur Forensik
von adenauer | #1-1

Es dürfte kaum um des "ob" gehen. Sondern um das "wie". Und hier muss man sich ernsthaft fragen, ob, lieber Pilger, der Standort wirklich objektiv herausgesucht wurde? Das NRW-Gesundheitsministerium hat bis heute nicht offengelegt, warum man sich für diesen Standort entschieden hat. Gerade von einer rot-grünen Landesregierung, die viel von Transparenz und Bürgerbeteiligung spricht, könnte man das erwarten.

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