Börse mit Bierdurst-Wetter
16.08.2012 | 18:13 Uhr 2012-08-16T18:13:00+0200
Dorsten. Von der „längsten Theke der Welt“ handelt ein Lied über die Düsseldorfer Altstadt. Im Ruhrgebiet geht’s auch eine Nummer kleiner. Immerhin: Dorsten will vom heutigen Freitag bis zum Sonntagabend zum dritten Mal „die längste Theke im Revier werden“. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst eröffnet um 15 Uhr die Dorstener Bierbörse, für die auch bei der dritten Auflage die Sonne über der Altstadt lacht.
Beste Voraussetzungen für eine ausgedehnte „Bierdurst-Phase“ bei den Dorstenern und vielen auswärtigen Besuchern – die Veranstaltung stieß auf ebenso große wie positive Resonanz beim Publikum. „Deshalb soll sie in diesem Jahr noch größer werden“, sagt Jocelyn Schwartmann vom Veranstalter Interevent. Erstmals werden die Gerstensaft-Anbieter ihre Stände die Recklinghäuser Straße hinauf bis zur Altstadt-Buchhandlung aufbauen. „Räumlich ist die Veranstaltung damit fast ausgereizt“, sagt Schwartmann mit Blick auf Wall- und Grabenanlage, Platz der Deutschen Einheit und den ebenfalls belegten Johannes-Kirchplatz.
Legenden der Kneipenszene
Eine Mischung aus vertrauten Anbietern und neuen Attraktionen sollen einmal mehr für einen besonderes Ambiente sorgen. „Legenden der Kneipenszene“ haben das „We love Dorsten“-Team und der Schermbecker Ramirez-Wirt Dirk Zeressen ihren Stand genannt. Altbierbowle wird dort unter anderem ausgeschenkt. Wenngleich Obergäriges, gemischt mit Erdbeeren nicht jedermanns Geschmack sein mag, „das weckt bestimmt bei ganze vielen Jugenderinnerungen“, ist Jocelyn Schwartmann sicher.
Ebenfalls nicht alltäglich: Eine mittelalterliche Taverne, die auf dem Johannes.-Kirchplatz aufgebaut wird. Aus der Nähe von Leverkusen kommt das Team, das für experimentierfreudige Gaumen Met nach historischem Rezept im Angebot hat. Neu auch: Drei Stände mit Marken, die bisher noch nicht vertreten waren. Eine Premiere gibt’s für Höss-Bier aus dem Allgäu, Das Lausitzer Porter und die Emsländer Landhaus-Brauerei.
Blickfang der Börse ist auch in diesem Jahr wieder das Piratenschiff der Störtebecker-Brauerei – die Schiffer aus Stralsund ging bereits gestern am Recklinghäuser Tor vor Anker. Stammgäste bleiben auch: Das Bier-Karussell auf dem Platz der Deutschen Einheit, das Haus der 131 Biere und die Augustiner-Brauerei.
Kölsch von Peter Abel
Einziger lokaler Anbieter bleibt Peter Abel, der als Adresse für frisches Früh-Kölsch beliebt ist, aus der Nachbarschaft ist das Bottroper Brauhaus Bottich dabei. Als Alternativen zum Bier sind Cocktails und andere alkoholfreie Getränke ebenso Angebot, die Imbiss-Klassiker Bratwurst, Reibekuchen, Fisch und Krustenbraten gibt’s als passende Grundlage für einen langen Sommerabend.
So feucht-fröhlich, aber friedlich wie in den ersten beiden Jahren soll auch dieses Wochenende werden, betont Jocelyn Schwartmann. „Wir werden mit verstärkten Jugendschutzkontrollen dafür sorgen, dass Alkohol nicht an Jugendliche und Kinder verkauft wird.“
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